SRAM GXP Kurbeln abziehen

Es ist ein bissl peinlich, weil ich jedes Mal innerhalb von wenigen Monaten immer wieder vergesse, wie das geht, aber die SRAM GXP Kurbeln sind “selbstabziehend”, man muss einfach mit einem 8er Innensechskant (aka. “Inbus”) durch die Schale mit dem größerem 10er Innensechskant hindurch stecken und dann schrauben. Die Schale (oder Kappe) mit dem 10er dient dabei als Gegenlager, das die Kurbel dann ausdrückt.
Zur Installation den 8er einfach umgekehrt festziehen.

Rennrad fahren

Letztes Jahr habe ich mich endlich gewagt! Nach längerem Abwägen habe ich mir mal ein Rennrad gekauft, und zwar ein Canyon Endurace CF. Nachdem schon eine handvoll Mountainbikes im Keller stehen wollte ich endlich herausfinden, ob das rennradeln nicht auch etwas für mich ist.

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Um es gleich voraus zu schicken: Rennrad fahren kann irre Spaß machen und ich möchte heute nicht mehr auf meine Straßentouren verzichten!

Erstmal aber ein großes Lob an Canyon. Es war mein erstes Rad von einem klassischen Versender und es kam tiptop aus dem Karton! Bremsen und Schaltung perfekt eingestellt, ich musste nur noch Pedale anschrauben, die Laufräder einsetzen und konnte sofort losfahren. Auch ohne viel Erfahrung mit Rennrädern macht das Canyon Endurace CF auf mich einen einen sehr guten Eindruck und ist glaub ich ein super Rennrad für Einsteiger oder Tourenradler.

Die ersten paar Runden gingen noch durch das Sauerland und schon hier zeigen sich gravierende Unterschiede zwischen dem Rennrad fahren und Mountainbiken. Wo das Mountainbike langsam den Berg hochgetreten werden will fliegt das leicht Rennrad geradezu mühelos bergauf. Man fühlt nicht wie am MTB, wie das Rad nach jeder Pedalumdrehung “zurück sackt” und einen festhält, sondern die eigene Beinmuskulatur bildet setzt einem die Grenze beim pedalieren.
Ich bin gleich hinterm Haus eine relativ steile Straße hochgesprintet. Ich merke kaum, dass man ein Rad unter dem Hintern hat, so schnell geht es bergan. Aber nach ein paar hundert Metern explodieren geradezu die Beine. Natürlich habe ich gerade extrem viel Arbeit geleistet. Genausoviel wie wenn ich langsamer mit dem MTB gefahren wäre, allerdings in vielleicht der halben Zeit. Kein Wunder, dass die beine plötzlich brennen wie Sau.
Aber gerade das macht so viel Spass auf dem Rennrad. Man kann sich die Leistung perfekt selbst einteilen und das Rad hält nicht so viel zurück wie auf dem Mountainbike.

Auf der anderen Seite stehen natürlich die Abfahrten auf der Straße. Und die taugen mir so gar nicht. Auf den extrem dünnen Reifchen und mit Felgenbremsen fühle ich mich am Anfang auf schnellen Abfahrten extrem unsicher. Bei gleicher Geschwindigkeit mit dem MTB habe ich viel mehr Vertrauen und Kontrolle. Auch wenn sich diese Angst mitlerweile gegeben hat stehe ich immer noch nicht auf Abfahrten mit dem Rennrad, sie geben mir so gar nichts. Bestenfalls kommt es mir sinnlos vor, die Tiefenmeter auf der Straße zu vernichten. Ich bin und bleibe im Herzen halt Mountainbiker.
Aber das macht auch gar nichts, denn die langweiligen Abfahrten werden durch die Auffahrten, bei denen man sich richtig verausgaben kann wett gemacht. Ich hätte vorher nicht gedacht, dass bergauf fahren mit dem Rennrad mir so viel Spaß machen kann.

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Das Rennradl kam dann auch gleich mit in den (Mountainbike-)Urlaub an den Lago und da hat es natürlich Mega Spaß gemacht die Berge rund um Torbole, Riva und Arco mal ganz anders zu erkunden.
Wie extrem der Unterschied zwischen Rennrad und Moutnainbike bergauf ist habe ich an der Auffahrt über die Altissimo Straße zur Doss Casina getestet. 1:13h mit dem Mountainbike, das war meine bisher schnellste Strava Zeit. Zeit Tage später mit dem Rennrad in 0:57h, also fast 20 Minuten schneller. Irre…

Also, ich kann jedem Biker nur empfehlen zumindest mal ein Rennrad zu testen. Mir machts echt mega Spaß und es ist glaub ich ein richtig, richtig gutes Training! Ihr könnt ja – wie ich – zumindest MTB Trikots tragen, um nicht all zu sehr wie ein Rennradler auszusehen ;)

Schneller (und sicherer) Trails fahren

Egal auf welchem Level, ob als Anfänger oder erfahrener Mountainbiker, irgendwie kommt man sich aufn dem Radel häufig “zu langsam” vor. Natürlich muss es nicht immer im D-Zug Tempo über die Trails gehen, aber zumindest mir macht es viel mehr Spaß die Trails mit Geschwindigkeit runter zu ballern, als ständig das Gefühl zu haben, dass ich diese Kurve oder jenen Absatz doch viel zu langsam gefahren bin.
Ich möchte Euch hier ein paar Punkte aufführen, die (zumindest bei mir) einen großen Einfluss auf die Geschwindigkeit – primär bergab – auf dem Bike haben.

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Ausdauer
Klaro, mit einer besseren Kondition kommt man vor allem schneller den Berg hinauf. Aber auch downhill ist eine gute Ausdauer immens wichtig. Ich messe auf Touren meinen Puls mit der Apple Watch und immer wieder kann ich den höchsten Ausschlag nicht etwa bei der Auffahrt sehen, sondern in anstrengenden Abfahrtspassagen.
Schaut euch an, wie Ihr einen holperigen Trail abfahrt: Grundsätzlich nicht sitzend sondern halb stehend, halb in der Hocke in der Aktivposition. Dazu arbeitet Ihr ständig mit den Beinen, um das Gelände auszugleichen oder das Rad unter Euch in die richtige Position zu drücken. Die Hände klammer sich an die Lenkergriffe und die Finger werden ständig beim Bremsen beansprucht. Ihr macht also quasi durchgehend Kniebeugen auf dem Rad und stemmt dabei mit euren Armen Gewichte. Kein Wunder, dass man sich nach ein paar Minuten Downhill schon ganz schön kaputt fühlen kann.
Ich habe richtig gemerkt und kann das auch an den Strava Zeiten sehen, dass ich nachdem ich meine Kondition verbessert habe deutlich schneller und lockerer durch lange Abfahrten, wie zum Beispiel am Gardasee auf 601 oder Coast Trail komme. Ich kann länger ohne Pausen fahren und fühle mich auch noch sicherer. Denn wenn die Kondition abbaut verliere ich auch Konzentration und fahre generell unsicherer.

Also: Kondition ist extrem wichtig, nicht nur Bergauf, sondern auch beim Trail ballern. Also, viel Fahrrad fahren und generell mehr bewegen war fur mich am wichtigsten, um schneller mit dem Mountainbike Tails zu fahren.

Vorausschauend fahren
Immer wieder erwische ich mich dabei, wie ich irgendwie komisch langsam auf dem Trail daher krieche. Und fast immer weiss ich genau, was ich falsch gemacht habe. Ich habe fast direkt vor das Rad geschaut, anstatt weiter in den Trail hinein. Unterbewusst fährt man so ganz automatisch viel langsamer, weil das Gehirn ja nicht weiss, was als nächstes auf mich zukommt. Schaue ich dann weiter nach vorne, mekre ich sofort, wie ich schneller werde. Es öffnet sich quasi eine Bremse im Kopf, die euch vor dem Unbekannten bewahren will.
Anstatt genau vor das Vorderrad zu schauen solltet Ihr je nach Geschwindigkeit und Trailbedingungen dahin schauen, wo Ihr in 3-5 Sekunden fahren werdet. Durch dieses Vorausschauen stellt sich der Kopf auf den Trail ein. Ihr nehmt ausserdem durch das erweiterte Sichtfeld den Trail noch weiter vor euch wahr und könnt Euch schon mal auf kommende Kurven, Geländeformationen usw. einstellen.

Also, achtet mal darauf: Schaut Ihr beim Trail fahren genau vor der Vorderrad? Dann Blick heben und Gas geben!

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Kurventechnik
Gerade in Kurven kann man durch falsche Fahrtechnik viel Speed verschenken. Wer nicht aktiv das Rad in Kurven oder Kehren drückt, im falschen Moment noch auf der Bremse steht oder seinen Körper nicht auf die Kurve einstellt fährt langsamer und meistens auch unsicherer durch Kurven.
Die korrekte Kurventechnik hier in diesem Artikel zu erklären wäre sicherlich zu umfangreich und ich würde auf ein Youtube Video von Leo Kast verweisen, der die Grundlagen sehr gut erklärt.
Bei der Fahrt durch Kurven und speziell durch Spitzkehren ist wieder die Blickrichtung sehr wichtig. Denn Ihr steuert das Rad automatisch dort hin, wo Ihr hinschaut. Achtet also darauf, dass Ihr vor allem im Kurvenausgang weit nach aussen schaut, denn da wollt Ihr hin. Schaut Ihr aber vorsichtig genau vor das Vorderrad weiss der Kopf nicht so genau was auf Euch zukommt und ihr bremst vermutlich wieder ganz automatisch.

Sektionen üben
Wie vieles im Leben geht es beim Trail fahren meist nur darum zu üben, zu üben und zu üben. Sucht Euch vielleicht auf Eurem Hometrail eine stelle, wo Ihr persönlich den Eindruck habt, dass speedmässig noch einiges drin wäre. Das kann eine schnelle Kruvenhatz sein oder auch eine Steilstelle oder ein Felsabsatz. Und den fahrt Ihr jetzt ein paar Mal nacheinander. Achtet dabei auf eure Linienwahl, Blickrichtung und Fahrtechnik. Häufig erkennt man nach ein paar Fahrten woran es scheitert. Und obendrein sorgt diese Wiederholung für einen Lerneffekt auf diesem Trailabschnitt, der sich später auf andere, ähnliche Sektionen übertragen lässt. Ich garantiere Euch, Ihr werdet innerhalb kurzer Zeit eine super Progression in eurem Flow sehen!

Hinter anderen her fahren
Habt Ihr einen schnelleren Kumpel? Dann lasst Ihn voraus fahren, es gibt kaum etwas, was schneller macht als sich von jemandem mitziehen zu lassen. Ihr orientiert Euch an seiner Geschwindigkeit, seiner Linienwahl und Körperhaltung. Natürlich sollte er nicht Vollgas ballern sondern in einer Geschwindigkeit fahren, die Ihr locker mitgehen könnt. Das kann durchaus ein bissl langsamer sein, als Ihr selbst fahren würdet, aber Ihr sollt ja neben dem Fahren auch noch Zeit haben auf seine Fahrtechnik zu achten.

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Fahrtechnikkurs
Es ist natürlich leicht gesagt, dass Ihr auf Eure Fahrtechnik achten sollt, aber woher wisst Ihr, was die korrekte Fahrtechnik ist? Viele Biker eignen sich schlechte Gewohnheiten an, die sie langsamer und unsicherer fahren lassen. Immer noch sehe ich Biker, die vollkommen unnötig hinter den Sattel gehen oder keine gute Grundposition eingehen.
Tipps aus Magazinen oder Youtube helfen sicherlich weiter aber es geht nichts darüber, seine Fahrtechnik von einem erfahrenen Trainer überprüfen und korrigieren zu lassen.
Selbst wenn Ihr euch für gute Fahrer habt würde ich dazu raten wenigstens mal ein kurzes Seminar zu besuchen. Auch in meinem Freundeskreis haben wir uns für die Sueprcracks gehalten, wir waren ja schon überall am Gardasee und haben die Bikes auf die steilsten Gipfel hochgetragen. Aber dann kam die Ernüchterung, als der Trainer die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hat und uns erstmal wichtige Grundlagen beigebracht hat. Der Dreitageskurs bei Trailexperience hat sich aber für uns alle extrem gelohnt.
Ich selbst mache demnächst wieder einen Kurs, um besser beim Springen und Droppen zu werden.
Also, schaut Euch mal in der Umgebung um, es gibt mitlerweile sehr viele Anbieter von Fahrtechnik Kursen fürs Mountainbike. Oder Ihr verbindet einen Mehrtages-Kurs mit einem Urlaub an einem schönen Bike-Spot!

E-Bikes…

Vor ein paar Wochen ging es zum Ende des Sommers noch mal für zwei Wochen an den Gardasee und wenn meine Beobachtung stimmt dann fahren mittlerweile mehr Leute mit ihren E-Bikes auf den Strassen und Fahrradwegen umher als Mountainbiker in den Bergen.

Meiner Meinung nach sind E-Bikes eine andere Produktkategorie als Fahrräder. Prinzipiell eine gute Sache, die es Menschen, die nicht so mobil sind erlaubt am Fahrradverkehr teilzunehmen. Ältere Menschen oder Personen die nicht so fit sind können ein E-Bike problemlos für die Fahrt zum Einkaufen, auf die Arbeit oder wie vermutlich die meisten in der Freizeit benutzen. Aber selbst für fittere Menschen kann ein E-Bike die Fahrt zur Arbeit erleichtern und so unsere Strassen vom Autoverkehr entlasten. Wie sich das auf den Verkehr auf Fahrradwegen auswirkt lassen wir mal dahingestellt…

Was aber so gar keinen Sinn macht sind E-Mountainbikes. Auch die habe ich neben klassischen Trekkingrädern mit angeflanschtem Motor am Lago gesehen und das grundsätzlich in Situationen, in denen man entweder kein mit Fullsuspension aufgerüstetes Mountainbike braucht oder keinen Motor. Wieso “radelt” jemand mit Motorantrieb und sicherlich mehr als 140mm Federweg an der Vorder- und Hinterachse die Monte Baldo Strasse hoch, nur um dieselbe dann wieder abzufahren? Wieso lassen sich “E-Mountainbiker” den Berg hoch shuttlen, um dann den Skull runter zu fahren? Das macht keinen Sinn.

Nun könnte man sagen, dass ein E-Mountainbike ungeübten Radlern ermöglicht Höhen zu erklimmen, die für sie vorher nicht zu erreichen waren und dann über Trails abzufahren. Aber ich frage mich ob das sein muss und ob jemand, der keine 1000hm ohne Elektro-Doping erklimmen kann überhaupt genug Erfahrung und Power für Trailabfahrten hat.

Dann gibt es Leute die sagen, dass sie mit einem E-Mountainbike an einem Tag mehr Trails fahren können. Also zwei Mal die 1000hm erklimmen statt nur ein Mal aus eigener Kraft. Das ist meiner Meinung nach aber bestenfalls ein schlechter Kompromiss. Da fahr ich lieber ein Mal mit einem Mountainbike als mehrfach mit einem sackschweren E-Rad.

Und damit sind wir beim natürlich grundlegendem Problem der E-Bikes, dem Gewicht. Ein E-“Mountainbike” wiegt oberhalb der 22kg Marke. Etliche sogar 25kg. Braucht es solche halben Motorräder auf unseren Trails? Vielleicht kann man mit sowas ein paar glattgebügelte Wege hinabrollen aber richtiges mountainbiken Wohl kaum. Oder die Leute kommen auf die Idee mit ihren Playstation-Radln Trails aufzufahren, was natürlich extremes Konfliktpotential zwischen den Elektro-Bärchen und richtigen Mountainbikern bietet.

Also… Elektroräder sind klasse. In den bergen haben sie nichts verloren.

Neuer Mountain Bike Blog

So toll ich es finde, dass Ihr meinen kleinen Blog besucht kann ich euch den Mountainbike Blog meiner leiben Freundin Joana ans Herz legen. Als MTB Touren Guide wird sie in Zukunft sicher auch den ein oder anderen Insider Tip für die coolsten Trails in den Alpen rauslassen. Ansonsten erwartet Euch eine tolle Mischung aus Themen rund ums Radeln, den Bergen und Brotzeit-Pausen (das interessiert mich glaub ich am meisten ;).

Also, schaut doch auch mal beim Rumpeldipumpel Blog voirbei!

Gardasee – Ist und bleibt Bikespot No. 1

Gardasee Bikespot
Das Bikejahr 2014 neigt sich langsam den Ende entgegen und nachdem ich die vergangenen paar Tage mal wieder am Gardasee verbracht habe komme ich zum Schluss: Der Lago bleibt einfach Bikespot Nummer 1 in Europa, wenn nicht weltweit!

Hier passt alles: Eine endlose Auswahl an Touren jeglichen Schwierigkeitsgrades, genialste Trails, immer wieder den Atem raubende Ausblicke, südliches Flair, so etwas wie Nightlife… Da können andere Alpen-Regionen noch so neidisch ins Trentino schielen, so ein Package kann sonst niemand bieten (evtl. gibt es EINEN Bikespot, der dem nahe kommt, aber das werde ich im November herausfinden ;)

Die Trails rund um den Gardasee sind aber nicht nur von der Beschaffenheit genial und bieten sowohl für Downhiller, Flow-Fahrer und Technik-Freaks etwas, sondern haben die diesen Vorteil, dass sie alle super über Strassen oder zumindest gut fahrbare Waldwege zu erreichen sind. Außerdem ist mir mal aufgefallen, dass die allermeisten Trails und Touren von “ganz oben” bis fast ganz hinab an den See gehen und so maximales Fahrvergnügen bieten. Gerade in den höheren Alpen gibt es häufig den Effekt, dass geniale Trails unvermittelt auf breiten Wegen enden und dann wertvolle Tiefenmeter auf diesen Straßen vernichtet werden.

Also: Gardasee, Bikespot Nummero Uno! :)

Und hier ein kleines Video von dem meiner Meinung nach geilsten Trail am Lago, dem 601er vom Riffugio Altissimo bis hinab zum See!

46mm oder 51mm Offset an 29er Gabeln

Aktueller Gabel-Bestseller der 29er Federgabeln für Trailbikes ist sicherlich die RockShox Pike, und das mit vollem Recht. Biker, die sich für ihr 29er Mountainbike eine aktuelle 2014 Pike kaufen wollen stoßen allerdings auf zwei verschiedene Versionen der Gabel. Zu kaufen gibt es die RockShox Pike mit einem 46mm oder 51mm so genanntem “Offset”.

RockShox Pike 46mm 51mm Offset
Der Offset gibt an, wie weit vor der Steuerachse die Radachse angebracht ist. Ein Blick auf meine hervorragende Zeichnung zeigt, was gemeint ist.

Wie unterscheidet sich der 46mm zu dem 51mm nun?
In der vergangenen Jahren haben die meisten Mountainbikes immer flachere Lenkwinkel bekommen, um schnelle Kurven geschmeidig fahren zu können. Durch den flacheren Lenkwinkel tendiert das Vorderrad aber zu unruhigerem Lauf, vor allem bei niedrigem Tempo. Dieser Effekt wirkt sich bei 29er Rädern noch mehr aus als bei 26ern. Ein größerer offset wirkt dieser Tendenz entgegen, das Vorderrad lässt sich agiler einlenken.

Mit dem 51mm Offset sollen sich 29er Mountainbikes weniger “staksig” fahren und mehr wie 26er anfühlen. Dies geht allerdings auf Kosten eines (noch) längeren Radstandes. Die 46mm Offset Gabeln dürften sich daher in engen Spitzkehren ein wenig besser handlen lassen und man bekommt mehr Gewicht auf das Vorderrad, was ebenfalls wieder dem Handling zugute kommt.

RockShox Pike 46mm 51mm Offset

Insgesamt darf man nicht vergessen, dass sich beide Versionen um nur 5mm unterscheiden und sich vermutlich nicht drastisch unterscheiden. Ich selbst bin mir nicht sicher, ob ich die beiden Versionen wirklich an der unterschiedlichen Fahrdynamik erkennen könnte.

Persönlich würde ich als Faustregel hernehmen: Wenn man wirklich das letzte mm auf extrem engen Spitzkehren herausholen möchte, greift man zur 46mm Version der RockShox Pike, ansonsten ist man mit der 51mm sicherlich gut bedient.

Mit dem Evoc Bike Travel Bag um die Welt

Biken kann man nicht nur in Deutschland und den Alpen, einige der besten Bikespots der Welt erreicht man nur per Flugzeug. Wer auch in der Ferne nicht auf sein eigenes Bike verzichten mag, muss es also mit in den Flieger nehmen. Damit das gute Stück nicht beschädigt wird, sollte es jedoch möglichst gut verpackt sein. Dafür reicht in der Regel schon ein Fahrradkarton, wenn man Rad und Laufräder ordentlich polsterst und den Karton gut verschließt.

Bequemer geht der Bike Transport allerdings mit einem speziellen Koffer oder Bag, wie dem Evoc Bike Travel Bag. Dieser ist nicht nur mit etlichen Features versehen, um das Rad sicher zu verstauen, sondern lässt sich erheblich einfacher wieder öffnen und verschliessen. Dies ist vor allem beim Security Check am Flughafen ein Problem mit Kartons, bei denen das Paketband geöffnet (und wieder sicher verschlossen!) werden muss.

Evoc Bike Travel Bag

Ich habe den Evoc Bike Bag in den vergangenen 12 Monaten auf 3 Flügen benutzt und er hat sich als ein sehr sicheres und bequemes Transportmittel für das Liteville herausgestellt. Der Rahmen wird in dem geräumigen Hauptfach sicher verzurrt, die Laufräder kommen in jeweils eigene Seitentaschen. Mein etwas älterer Bag nimmt problemlos 26″ Räder mit 2.4er Reifen auf. In die aktuellen Version des Bike Travel Bags passen auch 29″ Räder mit 2.2er Reifen, wenn man etwas Luft ablässt. Hier wären noch größere Reifen-Fächer für mich wünschenswert, um in Zukunft auch 29er Räder mit noch groß-volumigeren Reifen aufnehmen zu können, ohne die Luft ablassen zu müssen (Tubeless!).

Bei einer Reise in die USA wurde mir beim Transport eine Bremsscheibe verbogen. Man sollte auf jeden Fall darauf achten die Räder mit den Scheiben nach AUSSEN in die Taschen zu stecken, da die Scheiben so gut durch die stabilisierenden Kunststoffrohre geschützt sind.

Der recht große XL Rahmen meines Liteville 301 passt genau in das Hauptfach, ohne dass ich z.B. das Schaltwerk demontieren muss. Der noch längere 29er Banshee Rahmen eines Freundes passte nach dem Abbauen des Schaltwerks ebenso in den Bag. Probleme mit der Beschädigung des Rahmens habe ich noch nie gehabt, er scheint sehr gut gesichert.

Je nach erlaubtem Gewicht des extra Sportgepäcks lässt sich der Innenraum auch noch super mit allerlei Gepäck auffüllen. Ich packe gerne Werkzeug, Standluftpumpe, Schuhe, usw. mit hinein.

Der Bike Bag hat aussen viele Handgriffe und “Inliner” Rollen, die super laufen. So lässt sich der Bag problemlos im Flughafen und unterwegs transportieren.

Evoc Bike Travel Bag

Wer plant, sein Rad häufiger mal mit auf Reisen zu nehmen, dem ist der Evoc Bike Travel Bag ehrlich ans Herz gelegt. Mit 340-360€ sicher kein ganz günstiger Spaß aber der Komfortgewinn gegenüber einem Karton ist erheblich. Man kann den Bag auch bei Bike Stores ausleihen, was für den gelegentlichen Gebrauch sicherlich auch sinnvoll sein kann! Fragt einfach mal bei eurem Local Bike Store nach.

Mitglied im Deutschen Alpenverein werden

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Ich bin seit 2013 Mitglied beim Deutschen Alpenverein und denke, dass eine Mitgliedschaft für alle Mountainbiker eine Überlegung wert sein sollte.

Der Deutsche Alpenverein ist bei weitem nicht mehr nur ein Verein für Wanderer, sondern kümmert sich um die Belange so ziemlich jeder Bergsportart im weitesten Sinne. Dazu gehört natürlich auch das Mountainbiken, das innerhalb des DAV durch eigene Gruppen repräsentiert wird.
So pflegt der DAV mit seinen Mitgliedern nicht nur die Infrastruktur in den deutschen Bergen vom Mittelgebirge bis in die Alpen und hält Wege und Hütten instand, sondern setzt sich auch ganz gezielt für die Belange von Mountainbikern ein. So spricht sich der DAV mit seinen knapp 1.000.000 Mitgliedern ganz klar gegen die “2 Meter Regelung” gegen Mountainbiker in Baden Württemberg aus.

Warum macht es Sinn als Mountainbiker Mitglied beim DAV zu werden?

Versicherungsschutz bei allen Bergsportarten

Für mich persönlich einer der wichtigsten Punkte ist der Versicherungsschutz bei Bergsportarten, der weltweit die Rettung vom Berg abdeckt. Selbst in touristisch extrem erschlossenen Regionen wie dem Gardasee gibt es genug Stellen, an denen die Rettung nur durch einen Helikopter möglich ist und die ist nicht unbedingt durch eine bestehende Unfallversicherung abgedeckt und extrem teuer.

Instandhaltung der Infrastruktur

Als Mountainbiker benutzen wir Wanderwege und Hütten, die häufig vom DAV gebaut und instand gehalten werden. Außerdem kümmern sich DAV Mitglieder um den Schutz von Pflanzen und Tieren in den Bergen und sind sich auch nicht zu schade Müll aufzulesen, den anderen “Bergsportler” hinterlassen.

Deutlich günstigere Hüttenübernachtungen

Als DAV Mitglied zahlt man für die Hüttenübernachtung meist erheblich niedrigere Tarife. Kostet die Übernachtung im Mehrbett Zimmer regulär zum Beispiel in der Falkenhütte 28€, zahlt das DAV Mitglied nur 18€. Dies gilt für die Hütten des DAV, die nicht nur in den deutschen, sondern auch in den österreichischen, italienischen und schweizer Alpen zu finden sind.
Ebenso gibt es in vielen Häusern und Hütten vergünstigte Bergsteigeressen und -getränke.

Umfangreiches Touren- und Lehrgangs- und Urlaubsangebot

Der DAV bietet ein sehr umfangreiches Angebot (jährlich kommt ein Katalog ins Haus, der einem Telefonbuch gleicht) rund um den Bergsport an. Ich werde zum Beispiel nächstes Jahr einen Wildwasser Kayak Kurs machen, der mit knapp 100€ für 5 Tage obendrein ziemlich preiswert ist. Daneben gibt es Touren und Ausbildungsangebote für so ziemlich jedes Interesse. Natürlich auch im Bereich Mountainbiken!

Außerdem kann man beim DAV teure Ausrüstung für kleines Geld ausleihen, wie zum Beispiel Zelte, Kletterzubehör oder Schneeschuhe.

Die Mitgliedschaft im Deutschen Alpenverein bietet noch viele weitere Vorteile, die ich hier gar nicht alle aufzählen will.

Falls Ihr auch Mitglied beim DAV werden möchtet, könnt Ihr euch auf dieser Webseite weiter informieren und ein Anmeldungsformular herunterladen. Dies sendet Ihr an die DAV Sektion Eurer Wahl (Sinn macht sicher eine an Eurem Wohnort zu wählen).

Das war zwar nicht meine Motivation, diesen Artikel zu schreiben, aber wenn Ihr mich bei Eurer Anmeldung als werbendes Mitglied nennt, würde ich mich sehr freuen. Ich krieg dann einen Hüttenschlafsack, o.ä. geschenkt :) Schreibt mich einfach an, und ich nenne euch meine Daten.