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Mountainbike Trail Tour in Lüdenscheid

Nicht nur in den Alpen kann man Mountainbike fahren, sondern auch im deutschen Mittelgebirge. Im Moment ist diese kleine Tour meine Hausrunde im Sauerland. Auch hier lassen sich etliche Höhenmeter zusammen stückeln und es gibt viele, kleine Singeltrails, die zum Teil extra fürs Mountainbiken in den Wald gebaut wurden und mit Features wie Drops, Anlieger und teilweise Northshore Elementen aufwarten können.
Also, schwingt euch auf Euer MTB und Fahr diesen Bike Trail in Lüdenscheid!

Total distance: 17541 m
Total descent: -624 m
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Flowtrail Siegen

Gestern ging es schon zum zweiten Mal zum Flowtrail Siegen. 150hm bergauf auf ca 3km und dann das gleiche auf einem super flowigen Spaßtrail bergab. Die Auffahrt gestaltet sich erst super einfach, um am Ende noch mal mit einer kleinen Rampe aufzuwarten, die jedoch zum Glück nicht sehr lang ist.

Die Abfahrt über den Flowtrail ist dann super gebaut. Gleich zu Anfang wartet der Trail mit mehreren, kleinen abder gut gebauten Anliegerkurven auf, um sich schon mal ein bisschen einzugrooven. Auch der erste kleine Mini-Table wartet in der ersten Sektion.
In der zweiten Sektion fliegen wir über zwei gebaut Drops, die easy fahrbar sind. Danach kommen einige schnelle kurven mit immer wieder kleinen Kickern, die uns über die Auffahrtsrampe katapultieren.
Nun zieht sich der Trail einige Zeit den Hang entlang, ist immer wieder von kleinen Kickern und Doubles durchsetzt. Ich bin dabei immer der “Red Line” gefolgt. Die Blue Line dürfte aber nur für absolute Anfänger geeignet sein, auch die blaue sollte für jeden, der länger als ein Jahr MTB fährt zu bezwingen sein. Alle Steilabfahrten (ok, bis auf eine) und gebauten Features lassen sich umfahren.
Irgendwann kommen wir an eine Sektion, die mit zwei unterschiedlich hoch gebauten Drops aufwartet. Der rechte ist super easy zu fahren, danach gehts auf ein sauschnelles Stück, das in einer kleinen Steilabfahrt-Achterbahn endet.
Die unterste Sektion ist ein wildes Anlieger-Geschlängel, auf der Blue Line sind noch gebaute Drops, hier vorsicht bei dem ersten, der katapultiert einen dermaßen über en folgenden Kicker, dass ich mich trotz “Dead Sailor” gerade noch auf dem Radl halten konnte. Mit kontrollierter Geschwindigkeit (oder Skills 🙂 ist das aber kein Problem.
Noch über eine Holz-Brücke geknallt und schon ist man wieder an der Ausfahrt angekommen und die nächste Auffahrt erwartet einen…

Hier der komplette Trail von meinem neuen Youtube Kanal Riding Trails. Vielleicht mögt Ihr ihn ja abonnieren, ich werde hier in Zukunft viele solcher Gopro Videos meiner Lieblingstrails veröffentlichen!

Total distance: 5774 m
Total descent: -199 m
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Valle Pura Freeriden am Lago di Garda – Gardasee – Lake Garda

Diese Mountainbike Tour am Gardasee führt vom Tremalzo hinab über den erst flowig-rumpeligen und später teils steilen, mit Geröll, Schotter und Spitzkehren gespickten Sentiero 122 fast ganz bis hinab ins Valle Pra delle Noci, bevor wir das Rad linkerhand zur Bocca Fobia hoch schieben, diesen auf der anderen Seite abfahren und zum Refugio Passo Nota hochtreten.Nach der Pause geht es weiter Richtung Limone, wo wir dem Lago-flowigen 102, 109 zum 123 folgen, der uns schliesslich auf schottrigem Untergrund nach Limone bringt. Mit ein bisschen Glück verpasst man dort nicht die Fähre nach Torbole und muss nicht die ekelige Fahrstraße nach Riva zurück treten – wie wir…

Total distance: 37288 m
Total descent: -4616 m
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Evoc Hip Pack Race 3L

Seit einiger Zeit sehe ich ich immer mehr Mountainbiker, die keinen schweren Rucksack auf dem Rücken mit sich herum schleppen, sondern sogenannte “Hip Bags” benutzen. Diese werden wie in Gürtel umgeschnallt und bieten zwischen der minimalen Ausführung mit einer Mini Tasche und Halterung für eine Wasserflasche und 3 Litern Platz.

Evoc Hip Pack 3L

Ich habe mir deshalb mal ein Deuter Pulse Three Gürteltasche besorgt, die sich leider als zu minimal herausgestellt hat. Sie bietet zwar gerade so Platz für eine Wasserfalsche und einen Schlauch, aber schon bei einer kleinen Pumpe muss sie passen und vor allem ist die extra Handy Tasche tatsächlich für “Handies” ausgelegt. Ein smartphone wie mein iPhone X passt da schon nicht mehr rein! Echt, Deuter? Wir haben 2018, nicht 1998…

Da ich aber die Idee dieser leichten Taschen total super finde habe ich mir als nächstes den deutlich teureren Evoc Hip Pack Race 3L bestellt. Neben einer 1,5 Liter Trinkblase bietet dieses kleine Packerl Plagtz für einen Schlauch, Miniwerkzeug und sogar eine relativ große Pumpe. Die aussen liegende extra Tasche bietet auch genug Platz für ein aktuelles Smartphone.
Neben dieses Essentials ist immer noch genug Platz für Energieriegel und Kleinigkeiten. Noch nicht mal benutzt habe ich eine kleine Netztasche, die am Gürtel angebracht ist.

Evoc Hip Pack MTB

Genau so wie die großen Evoc Rucksäcke besteht die am Rücken anliegende Seite aus einem gepolsterten Mesh Material, das für die von Evoc Rucksäcken bekannte gute Belüftung sorgen soll.

Und das tut sie auch! Auf den ersten paar Metern fühlt sich die Tasche noch ein bissl ungewohnt an, aber schnell ist sie vergessen und auch auf wurzeligen Trails stört sie nie. Bei mir sitzt der Gürtel super auf der Hüfte und hält die Tasche gut. Ein herunterrutschen am Po konnte ich – wie befürchtet – nicht feststellen.

Der Schlauch der kleinen Trinkblase kommt auf der einen Seite des Gürtels heraus, wird dann vor dem Bauch entlang zur anderen Seite geführt und dort mit Hilfe eines Magneten wieder am Gürtel befestigt. Dieser Magnet hält den Schlauch bisher auch auf rütteligeren Trails verlässlich fest.

Mein großer Kritikpunkt an dem Hip Pack, bzw. am dem Trinksystem ist jedoch der zu kurze Schlauch. Bei meiner Körpergröße von 1.96 kriege ich den Schlauch beim Fahren nicht komplett zum Mund geführt und muss mich recht weit herunter beugen und fahre dann quasi blind. Hier werde ich mich noch mal nach einem längeren Schlauch umsehen.

Insgesamt bin ich mit dem Evoc Hip Pack mega zufrieden! er trägt sich halt erheblich leichter als selbst ein kleiner Rucksack und stört in keinster Weise. Vor allem beim aktuell herrschenden, heißen Wetter schwitzt der Rücken nicht. Ich finds super.

Für kurze Touren reicht der Platz locker aus. Die nur 1,5 Liter an Wasser könnten die größte Beschränkung sein. Sonst würd eich den Hip Pack auch auf “ernsthafteren” Touren benutzen. Außerdem lassen sich Knieprotektoren vermutlich nicht so gut transportieren. Evtl. aknn man sie aussen am Gürtel anbringen.

Ich finde das Teil auf jeden Fall super und ich glaube man wird ihn und ähnliche Packs in Zukunft noch viel mehr sehen.

Meditation um besser Mountainbike zu fahren

Seit einem Monat mache ich täglich Meditationsübungen und liebe es total. Für mich fühlt sich Meditation and, als würde ich mein Gehirn gleichzeitig trainieren und säubern. “Säubern” hört sich vielleicht ein bisschen komisch an, aber ich fühle wirklich, wie sich das Gehirn “leichter” anfühlt und negative und belastende Gedanken und Gefühle in den Hintergrund treten.

Meditation Mountainbike Training

Grundsätzlich ist Meditation aber eine Konzentrationsübung, die sich prima auf das Fahrradfahren übertragen lässt. Konzentriere ich mich bei der Meditation auf das Ein- und Ausatmen, kann man sich beim Radln auf die Pedalumdrehungen konzentrieren und jeden einzelnen Tritt ganz bewusst ausführen und wahrnehmen. Nicht abgelenkt durch Grübeln und dem nachhängen von Idee oder Gedanken lässt sich durch die Konzentration auf das Treten effizienter bergauf fahren. Die Konzentration auf einen bestimmten Bewegungsablauf und das damit verbundene Ausblenden von Gedanken könnte ausserdem dafür sorgen den darauf folgenden Downhill mit einem klareren Kopf bestreiten zu können.

Durch die Konzentration auf bestimmte Reize, wie das Ein- und Ausatmen oder Pedalieren lernt das Gehirn sich auf eine bestimmte Sache, die wir selbst bestimmen zu konzentrieren und lässt sich nicht mehr so leicht ablenken. Ich glaube, dass dies erheblich dabei hilft diese eine Sache besser auszuführen.

Ich selbst benutze eine App (natürlich) names Headspace als Hilfe zum Meditieren und bereits die ersten sehr kurzen Sessions haben mich total überzeugt. Ich kann es nur jedem empfehlen, die Meditation mal auszuprobieren, auch wenn es sicherlich nicht für jeden etwas ist. Aber sich ein paar Tage lang ein paar Minuten Zeit für seine eigene Seele zu nehmen sollte einen Versuch wert sein.

Meine am längsten benutzten MTB Produkte

Häufig ärgere ich mich ja auch als Mountainbiker, wenn Produkte doch nicht so gut sind wie gedacht, oder relativ schnell kaputt gehen. Da hat man erst eine neue Laufradgröße gekauft, die angeblich die beste sein soll und da kommt schon wieder eine etwas kleinere, die sich dann als noch besser heraus stellt. Die gute Trail-Bremse? Funktioniert, aber die neue 4 Kolben und mit Mineralöl ist halt noch besser.

Ich kaufe auch gerne neues Zeug fürs Radl, auch wenn es vielleicht nicht wirklich nötig ist. Aber es gibt auch so einige Sachen, die ich schon recht lange habe und nicht missen möchte, weil sie extrem haltbar sind oder wirklich praktisch.

Als erstes sind hier meine Socken von Gore. Über 10 Jahre halten sie bisher ihre Form, haben keine Löcher und haben mich schon auf Trails rund um die ganze Welt begleitet. Unglaublich im Grunde für so ein stark belastetes Kleidungsstück. Ganz klar, diese kurzen Radl-Socken tragen sich nicht nur total unauffällig, sondern sind anscheinen extrem haltbar.

Gore MTB Socken

Auch schon über 8 Jahre alt ist mein Sqlab 611 Sattel, der mit seinen 140mm Breite genau unter meinen Hintern passt. Keine durchgescheuerten Stellen, keine Risse, keine aufgelösten Nähte trotz jahrelangen, ruppigen Einsatzes auf allerlei Trails. Als mir der Sattel letzin zusammen mit meinem Liteville gestohlen wurde fand ich fast am bedauerlichsten, diesen langjährigen Begleiter verloren zu haben. Aber jetzt hab ich ihn ja wieder 🙂

Sqlab 611 Sattel

Mein Ahead Krallen Einschlagwerkzeug von FSA. Ja ich weiss, man kriegt die Krallen auch mit Hausmitteln in den Gabelschaft eingeschlagen oder gezogen. Aber für 15€ erleichtert ein solches Werkzeug diese Arbeit immens und man kann sich sicher sein, dass die Kralle gerade in der Gabel sitzt. Das einzige, was mich ärgert ist, dass ich die ersten 1 doer 2 Krallen noch mit Hilfe irgendwelcher selbst gebastelter Werkzeuge oder Besenstiele eingeschalgen habe. Kann man machen, ist dann halt scheisse…

Ahead Kralle Einschlag Werkzeug

Und noch ein Kleidungsstück, und zwar meine geliebte Shorts von Vaude. Auch schon etliche Jahre alt bekam ich vor 2 Jahren einen riesen Schrecken, als es beim Überqueren eines Zauns ein lates “RAAATSCH” gab und ein fetter Riss am Po entstand. Daheim wurde der Riss von mit aber “fachmännisch” vernäht und die Hose hält wie eh und je. Den Spaß an der Shorts kann mir nicht mal ein Problem vermiesen, dass ich mit vielen Produkten von Vaude habe. Die Reissverschlüsse sind Schrott. Ob Windbreaker Weste oder Rucksack oder eben dieser Hose. An quasi jedem Vaude Produkt, dass ich habe gehen relativ schnell und verlässlich die Reissverschlüsse kaputt…

Vaude MTB Shorts

Mein geliebtes Specialized Rockhopper von 1992. Stahlrahmen. Keinerlei Federung. Felgenbremsen. So weit so unspektakulär. Aber mit diesem Rad habe ich Anfang der 90er Jahre angefangen zu radeln und ich bin extrem froh es behalten zu haben. Im Moment sieht es als unbenutztes Stadtrad ein wenig traurig aus, aber ich habe große Pläne und will es wieder als Youngtimer MTB aufbauen. Und tatsächlich hat es mich vor ein paar Jahren auch schon auf meinen allerersten Trip an den Gardasee begleitet. Legendär…

Specialized Rockhopper 1992

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Mountainbike ❤️ Beer

Mountainbiken und Bier passen halt einfach wie Arsch auf Eimer! Und da ich für beides eine Leidenschaft habe möchte ich Euch heute gerne mein anderes Projekt vorstellen, den 089Braumeister. Dabei handelt es sich um meinen Youtube Kanal, auf dem ich Euch zeige, wie ihr selbst daheim lecker Bier brauen könnt.

Mountainbike und Bier

Mein Fokus liegt dabei auf Rezepten für hopfenreiche IPAs und American Pale Ales. Aber ich gebe auch viele Tips technischer Natur und habe eine kleine Reihe produziert, in der ich euch zeige wie ich meine eigene Zapfanlage baue.

Also, falls das für Euch interessant sein sollte, schaut doch mal auf Youtube bei 089Braumeister vorbei!

Mein Liteville 301 wurde geklaut – was dann passiert werdet Ihr nicht glauben!!1!

Okok, erstmal sorry… Aber ein einziges Mal wollte ich so eine scheiss Überschrift auch schreiben und glaubt mir, hier passt sie wirklich mal. Um es vorweg zu nehmen, ja ich habe mein Rad keine Woche nach dem Diebstahl wieder bekommen…

Letzten Sonntag ging es zum Bikepark Winterberg um an einem Kurs zum Thema Drops und Sprünge mit dem Mountainbike teilzunehmen. Der Kurs lief supergut, ich kann sowas wirklich jedem Biker empfehlen!

Am Abend hatte ich das 301 dann auf dem Heckträger fest gemacht, diesen abgeschlossen und mich noch mal 2 Stunden in ein Restaurant gesetzt. Bei der Rückkehr zum Auto dann die Ernüchterung, das Bike war geklaut. Die Halterung zwischen Heckträger und Fahrrad wurde aufgebrochen.

Liteville geklaut

Traurig ging es erst mal nach Hause und am nächsten Tag gleich zur Polizei um Anzeige zu erstatten. Erwartungsgemäß gab der Beamte nicht viel Hoffnung, dass das doch sehr teuere Liteville noch mal auftauchen würde.

Ebenfalls habe ich gleich meiner Hausrat-Versicherung bescheid gegeben, bei der ich extra eine Fahrrad Zusatzversicherung abgeschlossen habe, die Diebstahl sowohl daheim, als auch weltweit, wenn man unterwegs ist, abdeckt. Das kann ich übrigens absolute empfehlen, ich zahle für Hausrat+Bike im Jahr keine 90 Euro bei der Allsecur. Eigentlich habe ich sie nur wegen der gute Absicherung der Räder.

Außerdem habe ich den Verlust meines 301 in einem Posting auf Instagram bedauert. Mein Buddy Peter hat das dann gleich in eine Liteville Facebook Gruppe weitergeleitet und von da hat sich die Meldung glaub ich ein bissl viral weiter verbreitet.

Nun ging ein bissl Zeit ins Lande, die Versicherung hat schon mal Rechnungen angefordert. Am Freitag Morgen kontaktiert mich auf einmal ein Holländer auf Instagram und schickt mir einen Link zu einem großen niederländischen Markplatz, auf dem mein Rad angeboten wird. Es gibt keinen Zweifel, DAS ist mein Rad! Die Farbe dürfte einmalig sein und alle Teile passen. Ich kann es kaum glauben. Mein neuer holländischer Buddy hat den Anbieter auch gleich angeschrieben und hatte im Laufe des Tages sogar eine Rufnummer.

Mountainbike geklaut

Mit all diesen Informationen bin ich morgens gleich zur lokalen Polizei. Man würde meine Ausdrucke an die bearbeitende Dienststelle in Winterberg weiterleiten. Ein bisschen blauäugig (wer Polizeiarbeit kennt wird sich nun vermutlich totlachen) habe ich mir nun ungefähr vorgestellt, das die deutsche Polizei gleich die niederländische anruft und dort ein Swat Team per Helikopter einen Zugriff auf den Anbieter durchführt. Naja, natürlich nicht ganz aber ich hab tatsächlich gedacht, dass es zu einer relativ zeitnahen und unproblematischen Überprüfung des Anbieters kommt.
Dem ist natürlich nicht so. Die Ernüchterung dann bei einem weiteren Anruf beim Sachbearbeiter in Winterberg. Prinzipiell in “meinem Fall” recht engagiert musste er mir sagen, dass die Sache am Montag einem deutschen Staatsanwalt vorgelegt wird, der dann entscheidet ob ein Rechtshilfegesuch an die niederländischen Kollegen gestellt wird und dann gehts irgendwie weiter. Das dauert natürlich alles sehr lange und ich war recht niedergeschlagen, denn da baumelt zwar das Rad vor meiner Nase, aber vermutlich ist es schnell verkauft und an den Anbieter komme ich nicht ran.

Nachtrag
Am Montag habe ich noch mal mit dem Beamten der Kriminalpolizei telefoniert, der sich natürlich auch gefreut hat, dass das Rad wieder aufgetaucht ist. Tatsächlich hatte der deutsche Staatsanwalt schon Freitag einem Rechtshilfegesuch stattgegeben und auch nachdem das Rad jetzt aufgetaucht ist wird nun weiter nachgegangen und versucht den Dieb ausfindig zu machen. Es ist also nicht unbedingt so, dass ein Fahrraddiebstahl “ganz unten in den Aktenberg” geschoben wird, was ich durchaus nachvollziehen könnte, wenn ich es mal nüchtern betrachte. Also,sollte Euer Radl mal gestohlen werden, auf jeden Fall zur Polizei!

Ich bin dann am Freitag tatsächlich noch 150km nach Venlo zur nächsten niederländischen Polizeistelle gefahren, aber dort konnte man mir auch nicht helfen, da der Diebstahl in Deutschland stattgefunden hat.

Einzige Option schien zu sein einen Termin mit dem Anbieter auszumachen und selbst hin zu fahren. Eine Freundin, die niederländisch spricht hätte das per Mail organisieren können. Aber das war gar nicht nötig, denn mein niederländischer Buddy hatte schon einen Termin für Samstag mit dem Anbieter ausgemacht und sogar eine Adresse. Diese Adresse ist obendrein das Boot, auf dem die Fotos von meinem Rad gemacht wurden. Absolut irre!

Am Samstag morgen ging es dann also mit meinem Freund Sebastian in die Niederlande. Wir sind dann zur nächsten Polizei und ich habe Ihnen dort den Sachverhalt erklärt. Die Polizisten waren super bemüht (Shoutout to Politie Leiden! 🙂 und haben ein paar Beamte organisiert, die wir in der Nähe der Adresse getroffen haben. Mit zwei Fahrzeugen und vier Beamten sind sie dann zum Boot gefahren und keine halbe Stunde später kam der eine Beamte auf meinem Liteville um die Ecke.

Liteville 301 gestohlen

All das war nur möglich, weil jemand in Holland mein Rad in der Kleinanzeige erkannt hat und dann noch so cool war für mich ein Treffen zu organisieren! Ich bin so dankbar!

Tja, und das ist im Grunde das Ende der Geschichte. Natürlich bin ich super happy das Rad wohlbehalten zurück zu habe, denn es ist halt einfach das beste Mountainbike, dass es gibt 🙂 Gegen den Anbieter wird nun in den Niederlande wegen Hehlerei ermittelt und evtl. führt die Diebstahlsanzeige in Deutschland zu weiteren Ermittlungen. Wobei ich mir klar darüber bin, dass die Polizei und Staatsanwaltschaft möglicherweise wichtigere Dinge zu tun hat als einem Fahrraddiebstahl hinterher zu gehen…

Mir ist am wichtigsten das Rad wieder zu haben und hoffe das es für den Dieb und oder Hehler und seine Kumpels eine Warnung war. Ich habe Ihn gar nicht gesehen aber aufgrund des dilettantischen Vorgehens vermute ich, dass es sich um einen jungen Burschen handelt, des es eigentlich gar nicht “nötig” hat Fahrräder zu klauen. Immerhin konnten wir ihm einen sonst tollen sonnigen Samstag Mittag auf der sicher auch nicht ganz billigen Yacht seiner Familie so richtig vermiesen…

Vielleicht noch ein paar Learnings aus der Sache:

  • Überprüft, schreibt sie euch selsbt auf und registriert soweit möglich Rahmennummer und Seriennummern von Anbauteilen! Bei meiner Formula Selva Gabel stimmte zB die Seriennummer auf dem Karton nicht mit der richtigen Seriennummer der Gabel überein.
  • Das simple Schloss am Heckträger reicht höchstens wenn man das Auto wirklich nur sehr kurz irgendwo abstellt. Und selbst da traue ich ihm jetzt nicht mehr wirklich. Entweder muss das Rad ins Auto oder zumindest mit einem gescheiten Schloss am Heckträger befestigt sein. Aber denkt daran, dass so ein Heckträger extrem einfach auseinander zu nehmen ist.
  • Eine gescheite Versicherung gegen Fahrraddiebstahl gibt sehr viel “Peace of Mind”. Ich war extrem froh eine zu haben. Eine Versicherung ersetzt aber kein Schloss!
  • Hebt alle Rechnungen auf an einem Ort, wo Ihr sie auch wieder findet! Hab ich natürlich nicht gemacht aber ich konnte sie zumindest aus Emails von Bike-Components rekonstruieren.
  • Macht mal Urlaub in Holland. Nicht umsonst gilt es als die geilste Stadt der Welt 😉 Zwar fehlen ein bissl die Berge zum radeln aber dafür gibts das Meer, wunderschöne Grachten und vor allem sind die Holländer super chill!

SRAM GXP Kurbeln abziehen

Es ist ein bissl peinlich, weil ich jedes Mal innerhalb von wenigen Monaten immer wieder vergesse, wie das geht, aber die SRAM GXP Kurbeln sind “selbstabziehend”, man muss einfach mit einem 8er Innensechskant (aka. “Inbus”) durch die Schale mit dem größerem 10er Innensechskant hindurch stecken und dann schrauben. Die Schale (oder Kappe) mit dem 10er dient dabei als Gegenlager, das die Kurbel dann ausdrückt.
Zur Installation den 8er einfach umgekehrt festziehen.

Rennrad fahren

Letztes Jahr habe ich mich endlich gewagt! Nach längerem Abwägen habe ich mir mal ein Rennrad gekauft, und zwar ein Canyon Endurace CF. Nachdem schon eine handvoll Mountainbikes im Keller stehen wollte ich endlich herausfinden, ob das rennradeln nicht auch etwas für mich ist.

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Um es gleich voraus zu schicken: Rennrad fahren kann irre Spaß machen und ich möchte heute nicht mehr auf meine Straßentouren verzichten!

Erstmal aber ein großes Lob an Canyon. Es war mein erstes Rad von einem klassischen Versender und es kam tiptop aus dem Karton! Bremsen und Schaltung perfekt eingestellt, ich musste nur noch Pedale anschrauben, die Laufräder einsetzen und konnte sofort losfahren. Auch ohne viel Erfahrung mit Rennrädern macht das Canyon Endurace CF auf mich einen einen sehr guten Eindruck und ist glaub ich ein super Rennrad für Einsteiger oder Tourenradler.

Die ersten paar Runden gingen noch durch das Sauerland und schon hier zeigen sich gravierende Unterschiede zwischen dem Rennrad fahren und Mountainbiken. Wo das Mountainbike langsam den Berg hochgetreten werden will fliegt das leicht Rennrad geradezu mühelos bergauf. Man fühlt nicht wie am MTB, wie das Rad nach jeder Pedalumdrehung “zurück sackt” und einen festhält, sondern die eigene Beinmuskulatur bildet setzt einem die Grenze beim pedalieren.
Ich bin gleich hinterm Haus eine relativ steile Straße hochgesprintet. Ich merke kaum, dass man ein Rad unter dem Hintern hat, so schnell geht es bergan. Aber nach ein paar hundert Metern explodieren geradezu die Beine. Natürlich habe ich gerade extrem viel Arbeit geleistet. Genausoviel wie wenn ich langsamer mit dem MTB gefahren wäre, allerdings in vielleicht der halben Zeit. Kein Wunder, dass die beine plötzlich brennen wie Sau.
Aber gerade das macht so viel Spass auf dem Rennrad. Man kann sich die Leistung perfekt selbst einteilen und das Rad hält nicht so viel zurück wie auf dem Mountainbike.

Auf der anderen Seite stehen natürlich die Abfahrten auf der Straße. Und die taugen mir so gar nicht. Auf den extrem dünnen Reifchen und mit Felgenbremsen fühle ich mich am Anfang auf schnellen Abfahrten extrem unsicher. Bei gleicher Geschwindigkeit mit dem MTB habe ich viel mehr Vertrauen und Kontrolle. Auch wenn sich diese Angst mitlerweile gegeben hat stehe ich immer noch nicht auf Abfahrten mit dem Rennrad, sie geben mir so gar nichts. Bestenfalls kommt es mir sinnlos vor, die Tiefenmeter auf der Straße zu vernichten. Ich bin und bleibe im Herzen halt Mountainbiker.
Aber das macht auch gar nichts, denn die langweiligen Abfahrten werden durch die Auffahrten, bei denen man sich richtig verausgaben kann wett gemacht. Ich hätte vorher nicht gedacht, dass bergauf fahren mit dem Rennrad mir so viel Spaß machen kann.

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Das Rennradl kam dann auch gleich mit in den (Mountainbike-)Urlaub an den Lago und da hat es natürlich Mega Spaß gemacht die Berge rund um Torbole, Riva und Arco mal ganz anders zu erkunden.
Wie extrem der Unterschied zwischen Rennrad und Moutnainbike bergauf ist habe ich an der Auffahrt über die Altissimo Straße zur Doss Casina getestet. 1:13h mit dem Mountainbike, das war meine bisher schnellste Strava Zeit. Zeit Tage später mit dem Rennrad in 0:57h, also fast 20 Minuten schneller. Irre…

Also, ich kann jedem Biker nur empfehlen zumindest mal ein Rennrad zu testen. Mir machts echt mega Spaß und es ist glaub ich ein richtig, richtig gutes Training! Ihr könnt ja – wie ich – zumindest MTB Trikots tragen, um nicht all zu sehr wie ein Rennradler auszusehen 😉