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Mountainbike ❤️ Beer

Mountainbiken und Bier passen halt einfach wie Arsch auf Eimer! Und da ich für beides eine Leidenschaft habe möchte ich Euch heute gerne mein anderes Projekt vorstellen, den 089Braumeister. Dabei handelt es sich um meinen Youtube Kanal, auf dem ich Euch zeige, wie ihr selbst daheim lecker Bier brauen könnt.

Mountainbike und Bier

Mein Fokus liegt dabei auf Rezepten für hopfenreiche IPAs und American Pale Ales. Aber ich gebe auch viele Tips technischer Natur und habe eine kleine Reihe produziert, in der ich euch zeige wie ich meine eigene Zapfanlage baue.

Also, falls das für Euch interessant sein sollte, schaut doch mal auf Youtube bei 089Braumeister vorbei!

Mein Liteville 301 wurde geklaut – was dann passiert werdet Ihr nicht glauben!!1!

Okok, erstmal sorry… Aber ein einziges Mal wollte ich so eine scheiss Überschrift auch schreiben und glaubt mir, hier passt sie wirklich mal. Um es vorweg zu nehmen, ja ich habe mein Rad keine Woche nach dem Diebstahl wieder bekommen…

Letzten Sonntag ging es zum Bikepark Winterberg um an einem Kurs zum Thema Drops und Sprünge mit dem Mountainbike teilzunehmen. Der Kurs lief supergut, ich kann sowas wirklich jedem Biker empfehlen!

Am Abend hatte ich das 301 dann auf dem Heckträger fest gemacht, diesen abgeschlossen und mich noch mal 2 Stunden in ein Restaurant gesetzt. Bei der Rückkehr zum Auto dann die Ernüchterung, das Bike war geklaut. Die Halterung zwischen Heckträger und Fahrrad wurde aufgebrochen.

Liteville geklaut

Traurig ging es erst mal nach Hause und am nächsten Tag gleich zur Polizei um Anzeige zu erstatten. Erwartungsgemäß gab der Beamte nicht viel Hoffnung, dass das doch sehr teuere Liteville noch mal auftauchen würde.

Ebenfalls habe ich gleich meiner Hausrat-Versicherung bescheid gegeben, bei der ich extra eine Fahrrad Zusatzversicherung abgeschlossen habe, die Diebstahl sowohl daheim, als auch weltweit, wenn man unterwegs ist, abdeckt. Das kann ich übrigens absolute empfehlen, ich zahle für Hausrat+Bike im Jahr keine 90 Euro bei der Allsecur. Eigentlich habe ich sie nur wegen der gute Absicherung der Räder.

Außerdem habe ich den Verlust meines 301 in einem Posting auf Instagram bedauert. Mein Buddy Peter hat das dann gleich in eine Liteville Facebook Gruppe weitergeleitet und von da hat sich die Meldung glaub ich ein bissl viral weiter verbreitet.

Nun ging ein bissl Zeit ins Lande, die Versicherung hat schon mal Rechnungen angefordert. Am Freitag Morgen kontaktiert mich auf einmal ein Holländer auf Instagram und schickt mir einen Link zu einem großen niederländischen Markplatz, auf dem mein Rad angeboten wird. Es gibt keinen Zweifel, DAS ist mein Rad! Die Farbe dürfte einmalig sein und alle Teile passen. Ich kann es kaum glauben. Mein neuer holländischer Buddy hat den Anbieter auch gleich angeschrieben und hatte im Laufe des Tages sogar eine Rufnummer.

Mountainbike geklaut

Mit all diesen Informationen bin ich morgens gleich zur lokalen Polizei. Man würde meine Ausdrucke an die bearbeitende Dienststelle in Winterberg weiterleiten. Ein bisschen blauäugig (wer Polizeiarbeit kennt wird sich nun vermutlich totlachen) habe ich mir nun ungefähr vorgestellt, das die deutsche Polizei gleich die niederländische anruft und dort ein Swat Team per Helikopter einen Zugriff auf den Anbieter durchführt. Naja, natürlich nicht ganz aber ich hab tatsächlich gedacht, dass es zu einer relativ zeitnahen und unproblematischen Überprüfung des Anbieters kommt.
Dem ist natürlich nicht so. Die Ernüchterung dann bei einem weiteren Anruf beim Sachbearbeiter in Winterberg. Prinzipiell in “meinem Fall” recht engagiert musste er mir sagen, dass die Sache am Montag einem deutschen Staatsanwalt vorgelegt wird, der dann entscheidet ob ein Rechtshilfegesuch an die niederländischen Kollegen gestellt wird und dann gehts irgendwie weiter. Das dauert natürlich alles sehr lange und ich war recht niedergeschlagen, denn da baumelt zwar das Rad vor meiner Nase, aber vermutlich ist es schnell verkauft und an den Anbieter komme ich nicht ran.

Nachtrag
Am Montag habe ich noch mal mit dem Beamten der Kriminalpolizei telefoniert, der sich natürlich auch gefreut hat, dass das Rad wieder aufgetaucht ist. Tatsächlich hatte der deutsche Staatsanwalt schon Freitag einem Rechtshilfegesuch stattgegeben und auch nachdem das Rad jetzt aufgetaucht ist wird nun weiter nachgegangen und versucht den Dieb ausfindig zu machen. Es ist also nicht unbedingt so, dass ein Fahrraddiebstahl “ganz unten in den Aktenberg” geschoben wird, was ich durchaus nachvollziehen könnte, wenn ich es mal nüchtern betrachte. Also,sollte Euer Radl mal gestohlen werden, auf jeden Fall zur Polizei!

Ich bin dann am Freitag tatsächlich noch 150km nach Venlo zur nächsten niederländischen Polizeistelle gefahren, aber dort konnte man mir auch nicht helfen, da der Diebstahl in Deutschland stattgefunden hat.

Einzige Option schien zu sein einen Termin mit dem Anbieter auszumachen und selbst hin zu fahren. Eine Freundin, die niederländisch spricht hätte das per Mail organisieren können. Aber das war gar nicht nötig, denn mein niederländischer Buddy hatte schon einen Termin für Samstag mit dem Anbieter ausgemacht und sogar eine Adresse. Diese Adresse ist obendrein das Boot, auf dem die Fotos von meinem Rad gemacht wurden. Absolut irre!

Am Samstag morgen ging es dann also mit meinem Freund Sebastian in die Niederlande. Wir sind dann zur nächsten Polizei und ich habe Ihnen dort den Sachverhalt erklärt. Die Polizisten waren super bemüht (Shoutout to Politie Leiden! 🙂 und haben ein paar Beamte organisiert, die wir in der Nähe der Adresse getroffen haben. Mit zwei Fahrzeugen und vier Beamten sind sie dann zum Boot gefahren und keine halbe Stunde später kam der eine Beamte auf meinem Liteville um die Ecke.

Liteville 301 gestohlen

All das war nur möglich, weil jemand in Holland mein Rad in der Kleinanzeige erkannt hat und dann noch so cool war für mich ein Treffen zu organisieren! Ich bin so dankbar!

Tja, und das ist im Grunde das Ende der Geschichte. Natürlich bin ich super happy das Rad wohlbehalten zurück zu habe, denn es ist halt einfach das beste Mountainbike, dass es gibt 🙂 Gegen den Anbieter wird nun in den Niederlande wegen Hehlerei ermittelt und evtl. führt die Diebstahlsanzeige in Deutschland zu weiteren Ermittlungen. Wobei ich mir klar darüber bin, dass die Polizei und Staatsanwaltschaft möglicherweise wichtigere Dinge zu tun hat als einem Fahrraddiebstahl hinterher zu gehen…

Mir ist am wichtigsten das Rad wieder zu haben und hoffe das es für den Dieb und oder Hehler und seine Kumpels eine Warnung war. Ich habe Ihn gar nicht gesehen aber aufgrund des dilettantischen Vorgehens vermute ich, dass es sich um einen jungen Burschen handelt, des es eigentlich gar nicht “nötig” hat Fahrräder zu klauen. Immerhin konnten wir ihm einen sonst tollen sonnigen Samstag Mittag auf der sicher auch nicht ganz billigen Yacht seiner Familie so richtig vermiesen…

Vielleicht noch ein paar Learnings aus der Sache:

  • Überprüft, schreibt sie euch selsbt auf und registriert soweit möglich Rahmennummer und Seriennummern von Anbauteilen! Bei meiner Formula Selva Gabel stimmte zB die Seriennummer auf dem Karton nicht mit der richtigen Seriennummer der Gabel überein.
  • Das simple Schloss am Heckträger reicht höchstens wenn man das Auto wirklich nur sehr kurz irgendwo abstellt. Und selbst da traue ich ihm jetzt nicht mehr wirklich. Entweder muss das Rad ins Auto oder zumindest mit einem gescheiten Schloss am Heckträger befestigt sein. Aber denkt daran, dass so ein Heckträger extrem einfach auseinander zu nehmen ist.
  • Eine gescheite Versicherung gegen Fahrraddiebstahl gibt sehr viel “Peace of Mind”. Ich war extrem froh eine zu haben. Eine Versicherung ersetzt aber kein Schloss!
  • Hebt alle Rechnungen auf an einem Ort, wo Ihr sie auch wieder findet! Hab ich natürlich nicht gemacht aber ich konnte sie zumindest aus Emails von Bike-Components rekonstruieren.
  • Macht mal Urlaub in Holland. Nicht umsonst gilt es als die geilste Stadt der Welt 😉 Zwar fehlen ein bissl die Berge zum radeln aber dafür gibts das Meer, wunderschöne Grachten und vor allem sind die Holländer super chill!

Jack Wolfksin mal wieder in Klage-Wut

Keine Ahnung, ob die Butze auch Bike-Klamotten anbietet, auf jeden Fall würde ich sie nicht kaufen. Nachdem der Outdoor-Klamotten Hersteller Jack Wolfskin schon in der Vergangenheit mit Abmahnungen und Klagen in Verbindung mit seinem aus einem Abdruck einer Hundepfote bestehenden Logo (im übrigen wenig originell) negativ auf sich aufmerksam gemacht hat und gegen die Tageszeitung taz und kleine Anbieter auf DaWanda vorgegangen ist, klagt Wolfskin nun gegen die Produktionsfirma eines “5 Freunde” Films, der auf einem Plakat unter anderem einen Hundepfoten-Abdruck darstellt.

Ich finde diese hanebüchene Klagerei einfach nur widerlich und werde auch in Zukunft mit meinem Geld abstimmen und keinen Cent in den Läden von Jack Wolfskin lassen…

Natürlich kann jedes Unternehmen seine Recht wahrnehmen und seine Erkennungsmerkmale schützen. Wer allerdings dermaßen aus dem Rahmen fällt und in der Nutzung eines recht generischen Bildes in einem vollkommen fach-fremden Kontext eine Verletzung seiner Recht zeiht verliert meiner Meinung nach jedes Recht auf Unterstützung…

Mein Bikejahr 2012

Das Bikejahr 2012 ging bei uns in Bayern dann doch noch erfreulich spät zu Ende und im Dezember konnte ich noch einige Touren fahren. Vor allem die ersten Runden mit meinem neuen 29er Mountainbike haben für ein breites Grinsen gesorgt.

Aber auch der Rest der vergangenen 12 Monate hat viel Spaß gemacht. Ich tracke fast alle Touren mit der Runtastic app auf dem iPhone. Gefahren bin ich zwischen Januar und Dezember 65 Touren. Daraus ergibt sich eine Gesamtdistanz von 1.550 km, was mit ein bisschen wenig vorkommt, sowie 48.000 Höhenmeter plus ein paar tausend Tiefenmeter extra, hauptsächlich mit freundlicher Unterstützung von Lucas Bikeshuttle.

Schlimme Verletzungen gab es nicht zu beklagen, lediglich mein Kinn musste mal mit 5 Stichen zusammen genäht werden. Spaß macht so ein Crash mit über 30 km/h dann aber doch nicht. Zum Glück gings nur auf einen relativ weichen Trail mit Waldboden und wenig Steinen…

Ziel für nächstes Jahr sind auf jeden Fall ein paar dutzend Touren mehr, vor allem im Flachland rund um München, um mehr Distanz und Grundausdauer in die Beine zu bekommen. Meine Hausrunde mit 43km und 400 hm ist zum Glück perfekt für mein neues Rad geeignet…

Besonders Spaß haben etliche tolle Trailtouren in den Münchner Hausbergen gemacht. Wir haben echt viel Glück in dieser Gegen zu leben! Dabei hat sich das Interesse bei mir ein bisschen vom simplen All Mountain hin zu eher endurolastigen Touren verschoben. Der ein oder andere Gipfel und die dazugehörige Abfahrt musste sich zum Teil hart erlaufen werden…

Gepfeffert wurde das Bikejahr 2012 mit zwei Wochen Urlaub am Lago im April und September. Neben den Klassikern rund um den Monte Baldo und Tremalzo hatten wir das Glück mit Hilfe der Supertrail Maps eine ganz neue, sagenhafte Abfahrt vom Monte Baldo zu finden, die uns bisher vollkommen unbekannt war… Auch am Lago gibt es noch vieles zu entdecken! Highlight war außerdem der King of Baldo, eine tolle, kleine Veranstaltung! Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder ein gesetzter Termin!

Als die perfekte Wahl bestätigte sich auch 2012 wieder das Liteville 301! Hardtail-artig bei der Auffahrt, bomben-steif bei der Abfahrt und unverwüstlich. Verfeinert habe ich das Rad dieses Jahr mit dem Hebel für 160mm Federweg, einem Fox RP23 Dämpfer und einer 170mm RockShox Coil Lyrik, was sich als die beste Investition des Jahres herausgestellt hat. Deutlich plüschiger als die Dual Air Revelation, gleichzeitig weniger nerviges Einfedern im Lowspeed Bereich, toll…

Eine weitere Umbauarbeit war endlich der Wechsel auf das NoTubes tubeless System, das das ganze Jahr über fast 100% problemlos funktioniert hat. Ein einziges Mal hat der Reifen Luft verloren und das lag daran, dass nicht mehr genug Milch im Reifen war. Wenn man das aber alle paar Wochen mal nachcheckt sollte das kein Problem sein. Ich habe dabei die 2.4er Conti Mountain King II Protection teilweise mit nur 1.0 bar vollkommen problemlos gefahren.

Der Wechsel von Avid auf Shimano XT Bremsen wird sich sicherlich vor allem langfristig bemerkbar machen. Zumindest musste ich die XT im Laufe des Jahres (anders als Avid Bremsen) kein einziges Mal entlüften. Insgesamt scheinen sie mir auch ein bisschen bissiger und standfester zuzugreifen.

Jetzt freue ich mich erst mal auf das Bikejahr 2013, das für mich gleich mit einem echten Highlight beginnen wird. Doch dazu sicher später mehr!