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Rampi di Ledro Enduro Tour am Gardasee

Länge: 40.0 km
Höhenmeter: 1.600 m
Fahrzeit: 5:30 h

Eine meiner Lieblingstouren am Gardasee kombiniert eine ordentliche Auffahrt mit etwa 1.600hm mit zwei der tollsten Abfahrtstrails hoch über Riva. Die Auffahrt ist zwar recht Kräftezehrend, aber für halbwegs trainiert Biker kein Problem. Für die Abfahrtstrails ist eine gute Fahrtechnik von Vorteil.

Die Tour startet mit einer lockeren Auffahrt über die Ponale Straße, die der Biker rechts Richtung Ledro See verlässt. Der Weg schlängelt sich über einige kurze Rampen hoch zum See und biegt links in die Auffahrt Richtung Bocca dei Fortini ein. Hier geht es zum Teil ordentlich Steil den Berg hinauf, bis endlich der Weg mit Sicht auf den Lago erreicht ist. Es geht links weiter über einen breiten Forstweg und bald ist die Selbstversorger Hütte Baita Segala erreicht, wo ein Espresso zur Pause einlädt (bitte nicht den Obolus für die verbrauchten Lebensmittel und vielleicht ein kleines Extra vergessen).

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Weiter gehts bis zum Passo Rocchetta entweder meinem GPX Track folgend oder etwas früher links an einem Wiesengebiet hoch über den Monte Guil. Vom Rocchetta habe ich die rechte Abfahrt Richtung Malga Palaer gewählt. Alternativ kann man links den 422 nehme, der ist etwas länger und flowiger.
An der Malga Palaer gehts links der Forststrasse folgend bis zum Wieder-Einstieg in den unteren Teil des 422. Hier beginnt nun der Traillastige Teil der Tour. Durch etliche Spitzkehren, über Schotter und einige Felsabsätze arbeitet sich der Mountainbiker hinunter, um über Pregasina auf den Hauptweg zu stoßen.

Obligatorisch ist in Pregasina die Stärkung mit einer (kleinen!) Portion Spaghetti Ragout und Weißbier im Restaurant Panorama. Es geht dann über einen kleinen Weg direkt zur Madonna, wo der Biker auf die Ponale Straße trifft. Nun ist es wichtig immer die kleinen Wege zu treffen, die zwischen den Asphalt Serpentinen der Ponale Straße hindurch stechen.
Nach der letzten Querung der Ponale Straße geht es richtig los und der Ponale Trail (auch als “Con Trail” bezeichnet) zieht sich zum Teil schon recht steil und immer wieder über Felsabsätze bis hinunter zur Fahrstraße nach Riva. Hier auf gar keinen Fall vom Trail auf die Straße fahren, der Trail mündet im Zweifelsfall direkt vor dem Kühlergrill eines Reisebusses.
Den Abschluss der Tour bildet die leider nicht ganz so prickelnde Fahrt über die Fahrstraße nach Riva. Evtl. kann man für die Tunnel ein Rücklicht mitnehmen, aber sie sind eigentlich alle recht gut beleuchtet.

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Ein Video, das einen Eindruck vom Ponale Trail gibt:

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Der “Coast Trail” am Gardasee

Länge: 15 km
Höhenmeter: 1.000 m
Fahrzeit: 2 h

Tolle Abfahrt von der Altissimo Straße hinunter bis nach Torbole. Entweder radelt man schnell mal bis zur Dos Casina hinauf, wo der Coast Trail rechts von der Straße abgeht und dann durchgehend markiert ist oder man nutzt einen der Shuttleservices von Torbole.

Der Coast Trail ist fast durchgehend gut fahrbar und dürfte sich bis auf einige schotterige Spitzkehren am Ende im S0-S1 Bereich bewegen. Insgesamt präsentiert sich der Trail eher als flowiger DH und ist sicherlich nicht mit anderen, technisch sehr anspruchsvollen Garda Trails wie dem 112 vergleichbar. Davon ausgenommen ist natürlich die Schlüsselstelle, ein Absatz im Gelände, der von den meisten Bikern schon schiebend schwer zu bewältigen ist. Für richtige Cracks ist aber auch der fahrbar.

Noch etwas anspruchsvoller ist die Abfahrt, wenn in dem Hang über Torbole der obere der beiden Trails gewählt wird, der gerade durch den Berg führt. Er zweigt auf meinem GPX Track kurz vor der 10,9km Marke rechts ab. Diese Variante mündet oberhalb des Busatte Parks auf den unteren Teil des 601, dem man noch für vielleicht 50-60hm folgt.

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Auf Youtube zeigt der Andrea Righettini dann, wie die Schlüsselstelle gefahren wird. Wie immer wird die Helmkamera Perspektive dem Gelände nicht gerrecht…

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Dosso dei Roveri Mountainbike Tour

Länge: 28 km
Höhenmeter: 1.121 m
Fahrzeit: 3 h
GPS Daten Dosso Dei Roveri

Eine der – wie ich finde – schönsten Mountainbike Touren am nördlichen Gardasee ist die sogenannte Dosso dei Roveri, die sich von etwa 1100m Höhe die komplette Altissimo Flanke entlang zum See hinunterzieht. Die Abfahrt geht über wunderbare Trails, die im S2 Bereich allesamt gut zu fahren sind.
Die ständigen Ausblicke auf den See und die gegenüber liegenden Felsmassive definieren für mich den großen Reiz, der dieses Mountainbike-Revier so besonders macht.

Die Auffahrt zu dieser Tour zieht sich die ersten 800-900 Höhenmeter die bekannte Altissimo Straße hinauf. Kurz unterhalb der Sendemasten über Torbole biegt man rechts auf einen Forstweg ab, dem man weitere 2 km folgt. Hier geht es jetzt rechts ab in den Abfahrtstrail. Pause sollte man aber erst etwa einen Kilometer später machen.
GOPR0171Wer hier auf den rechts neben dem Weg gelegenen Felsen durchsteigt, kann eine der legendären Gardasee Aussichten knapp 1.100 m über dem See genießen. Ich verzichte hier bewusst eine Großansicht des Fotos zu verlinken. Diese Aussicht solltet Ihr euch selbst erarbeiten und auf einem Foto lässt sich die epische Aussicht eh nicht wiedergeben.

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Danach geht es im Grunde nur noch bergab, zuerst etwas ruppig, jedoch später geradezu flowig, wenn man nicht gerade (wie ich) irgendwie ganz blöd mit dem Vorderrad einen Felsen trifft und die verbliebenen 100-200 hm mit angezogener Handbremse fahren muss.
Man folgt dem Trail einfach bis man an einer Straße in Navene mündet. Von dort führt der Weg einfach bergab zur Gardasee Fahrstraße. Man könnte an diese Tour auch noch eine Variante anhängen, bei der man einen Sentiero bis zur Mittelstation der Monte Baldo Bergbahn über Malcesine fährt. Aber diese Variante probiere ich erst im nächsten Gardasee Urlaub!

Hier ein kleines Video von der Abfahrt des Dosso dei Roveri.

Die Rückfahrt führt leider vollständig über die Gardesana Orientale Straße von Navene nach Torbole. Prinzipiell würde ich versuchen die Tour auf einen tag zu legen, an dem relativ wenig Autoverkehr herrscht, also besser nicht am Wochende. Es gibt nichts gruseligeres, als wenn in dem unbeleuchteten Tunnel 50cm neben einem ein Bus mit 70 Sachen vorbei rast. Ohne Rücklicht ist das meiner Meinung nach lebensgefährlich. Alternativ könnte man auch südwärts nach Malcesine fahren und von dort das Boot nach Torbole nehmen. Die 20km auf de Fahrstraße sind nämlich wirklich kein Erlebnis, das man unbedingt haben muss…

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Vergleich Moser Bike Guide und bikeline

Der Moser Bike Guide gilt als der Führer für Mountainbiketouren. Leider sind einige der begehrten Moser Bike Guides nicht mehr oder nur noch spärlich im Handel erhältlich. Dazu zählen vor allem der Bike Guide 1 Tegernsee, Schliersee und der Moser Bike Guide 2 Karwendel, Wetterstein, die auf Ebay für deutlich über dem Neupreis von 29,90€ weg gehen. Bleibt zu hoffen, dass diese Guides wieder neu aufgelegt werden!
Vergleich Moser und bikeline

Wir selbst haben den Moser Bikue Guide Gardasee Nord im Urlaub genutzt. Zwar handelt es sich dabei schonum eine überarbeitete Fassung des ursprünglich in einem Band erschienen Gardasee-Führers, aber das Erscheinungsdatum ist 2002. Das relative alter der Ausgabe erkennt man auch in diversen Beschreibungen, in denen noch der Preis für Cappuccino und Co. in Lire angegeben wird. Mitlerweile trifft man auch auf kleine Unstimmigkeiten in der Streckenführung, die auf geänderte Straßenführungen und Schilder zurückzuführen sind. (Vergleiche auch unsere Korrekturen zum Moser Bike Guide Gardasee 1)
Nicht, dass der falsche Eindruck ensteht: Der Moser Guide ist noch immer sehr verlässlich und wir haben uns kein einziges Mal wegen dieser Änderungen verfahren. Wir können den Moser Guide Gardasee vollkommen uneingeschränkt empfehlen!

Trotzdem kann es sich lohnen, nach Alternativen zu suchen. Eine Alternative im Bereich Mountainbike Guide sind die Führer von Bikeline. Der Unterschied zu den Moser Führern besteht hauptsächlich in dem Format der Blätter, die man zu jeder Tour mitnehmen muss.
Die Faltblättchen der Moser Guides sind pro Tour auf ein einzelnes Blatt auf normales Papier gedruckt und lassen sich im Format 3,5×4,5cm zusammenfalten. Eine transparente Kunststofftasche schützt das Blatt auf der Tour. Alle paar km muss man das Blatt dann aus der Hülle holen und die nächsten zwei Seiten aufblättern. Insgesamt dürften die Blätter durch Schweiß und die mechanische Belastung beim Falten ziemlich beansprucht werden. Ich selbst werde die Blätter scannen, um sie für mich persönlich jederzeit neu drucken zu können.
Die Faltblätter der bikeline Guides werden größer im Format 10,5×12 gefaltet. Sie sind auf eine wiederstandsfähigere und wasserabweisende Pappe gedruckt. Die Schrift ist größer als bei Moser. Allerdings sind die Touren nicht zusammenhängend auf ein Blatt gedruckt, sondern unzusammenhängend über mehrer Blätter verteilt. Man schleppt so immer mehrere Blätter rum, die zudem auf der Rückseite noch Teile anderer Touren enthalten.
Insgesamt finde ich das handling der Moser-Guides deutlich besser, zudem die bikeline Blätter durch die Beschichtung zum zusammenkleben neigen, wenn sie feucht werden.

Simpel und effektiv bei Moser, Chaos bei bikeline
Simpel und effektiv bei Moser, Chaos bei bikeline

Die Tourenbschreibungen selbst unterscheiden sich nciht grundlegend und sind in beiden Guides in der Regel gut nachvollziehbar. Ich habe den Eindruck, dass bei Moser häufiger Entfernungsangaben (z.B. “nach 300m an Kreuz rechts”) zu finden sind, als bei bikeline.
Die Blätter bei Moser bestehen zum einen aus einem Höhenprofil der Strecke und zum anderen aus der Streckenbeschreibung. Es gibt auf den Blättern selbst keine Karte! Die Karten zu den Touren finden sich nebst einer sehr ausführlichen Beschreibung in dem zugehörigen Ringbuch, das nicht dazu gedacht ist, auf Touren mitgenommen zu werden. Elmar Moser schreibt in dem Buch, dass er garantiert, dass man die Touren ohne Karte anhand der Beschreibung fahren können wird. Und das stimmt! Wärend der Tour braucht man keine Karte. Neben Höhenprofil und Beschreibung findet sich auf jedem Blatt eine kleine und knappe Beschreibung zur Anreise sowie Alternativrouten und Beschreibungen wie man die Tour mit anderen Touren verknüpfen kann. Sehr gut!

Moser und bikeline Tourenbeschreibung
Moser und bikeline Tourenbeschreibung

Die bikeline Blätter hingegen enthalten neben dem Höhenprofil und einer recht ausführlichen Beschreibung der Annreise. Die Schrift ist deutlich größer als bei Moser, was einerseits das Ablesen erleichtert, andererseits natürlich zu deutlich größeren Blättern führt. Außerdem ist auf den bikeline Blättern jeweils eine Karte oder mehrere Kartenausschnitte zu finden, die natürlich extrem viel Platz wegnehmen. Zum Teil trägt man also ein ziemlichesches Bündel aus mehreren Blättern mit sich. Ich selbst habe die Karten bei den Touren nach den bikeline Führern nie benutzt. Meiner Meinung nach ist das vollkommen überflüssig. Ich habe mir die Karten zuM teil auch auseinandergeschnitten wo es ging, um nicht Teile anderer Touren mit mir herum schleppen zu müssen.

Für mich ist der Moser Guide eindeutig besser. Das liegt vor allem an dem erheblich besseren Format der Tourenblätter. Hier zeigt sich mal wieder, das einfach gestaltete Produkte den optisch aufgepeppten häufig überlegen sind. hervorzuheben ist außerdem die Beschreibung von möglichen Alternativrouten bei Moser, mit denen man sich die Touren einw enig dem persönlichen Geschmack und Könnenanpassen kann.
Die Tourenbeschreibung sind in beiden Guides gleich gut. Da gibt es auch bei bikeline nichts zu meckern. Gleiches gilt auch für die Qualität der Touren selbst. In beidne Führern sind sehr schöne Touren enthalten.
Die bikeline Mountainbike Guides sind also eine alternative zu den legendären Moser Führern, gibt es aber für das gewünschte Gebiet, würde ich jederzeit zum guten alten Moser greifen!

Korrekturen am Moser Bike Guide Gardasee Nord

Der Moser Bike Guide ist bekanntlich bestens geeignet, um den Biker über tolle Touren rund um den Gardasee zu führen. Das Versprechen nur mit Hilfe der Faltblättchen auch über zig km korrekt zu fahren ist wirklich nicht zu viel!

Leider ist der Guide, den wir in der letzten Woche am Gardasee benutzt haben zwar brandneu gekauft, ist aber inhaltlich schon ettliche Jahre alt. Unter anderem wird an einigen Stellen noch in Lira gerechnet :)

Natürlich haben sich im Laufe der Jahre auch in Italien einige Straßen und Wege geändert, die im laufe der Touren zu Verwirrung und Umwegen führen können. Ich führe hier aus dem Kopf einige Punkte auf, die mir im Laufe der Touren aufgefallen sind.

Tour 1 – Ronda della Busa

WW3 – Hier heißt es am Ende des WW “Nach 500 m rechts in die Seitenstraße abzweigen (Schild ‘Regione Militare Nord-Est, …'” Im Sommer 2008 ist genau an dieser Stelle eine neue Straße im Bau, die nicht befahren kann. Wenn dies möglich ist, kann man hier abbiegen und dann dem Tourguide wie gehabt folgen. Lediglich das Schild mit dem Hinweis auf die “Regione Militare…” wird wahrscheinlich nicht wieder aufgestellt, da dieses Militärgebiet etwas oberhalb liegt und einen eigenen Zugang hat. So lange die rechts abbiegende Straße im bau ist, muss man weiter der Straße den Berg hoch folgen und an der Einmündung in die Fahrstraße rechs abbiegen. Nach ca. 300 m biegt man links in eine Straße ein, die aussieht, als würde sie in ein Industriegebiet führen. Hier geht es weiter am WW4 des original Guide.

Tour 10 – Sentiero delle Marocche

Bei dieser wunderschönen, kleinen Tour sollte man unbedingt die tollen Singeltrails aus der Variation 3 mitnehmen!

WW6: Hier heißt es man solle den kleinen Weg Richtung “Sentiero Ciclamino” folgen. Jetzt weisst der Wegweiser aber Richtung “Pietramurata”. Der Weg ist aber richtig.

In WW7 heisst es “Nach 270 m (am Ende der MC-Piste) geradeaus durch das Zauntor…” Durch dieses Zauntro gab es leider kein durchkommen. Wir sind dem Waldweg weiter gefolgt und sind (nach einer kleinen Schiebpassage) oben im Berg auf eine breite Schotterpiste gestoßen, der man rechts bergab in Richtung “Pietramurata” folgt. Kurz vor Ende stößt man dann auf den Anfang von WW8 und folgt der Tour weiter. In Pietramurate lohnt es sich den Wegweisern in Richtung der “Bar, Sport” zu folgen und hier einen leckeren Cappuccino zu trinken. Dazu nicht wie in WW8 “rechts bergab auf den Asphaltweg..” sondern der Straße weiter ins Dorf folgen und nach ca. 100m links Richtung Bar abbiegen.

Tour 12 – Passo della Morte

Der Weg von der Römerbrücke links hoch (WW7) zum Anfang von WW8 ist mitlerweile durch Metalltore gesperrt. Das untere Tor nach noch auf der rechten Seite umgangen werden. Beim oberen Tor ist dies nicht möglich. Evtl. Ist dieses Tor jedoch gar nicht verschlossen ;)
An WW9 steht, dass man dem unbeschilderten Waldweg folgen soll. Dieser Weg ist mitlerweile komplett asphaltiert und es steht dort auch ein Wegweiser. Also einfach dort abbiegen und nicht weiter nach irgendwelchen Wegchen suchen…