Mountainbiking Colorado

Der amerikanische Bundesstaat Colorado gilt als eine der Geburtsstätten des Mountainbike Sports und bietet mit den Rocky Mountains einen perfekten Spielplatz für Biker. Nicht umsonst haben sich schon seit den 90er Jahren etliche Mountainbike Größen wie Missy Giove, Ned Overend oder Greg Herbold in den Bergen zwischen den Great Plains im Osten und der Wüste von Utah im Westen niedergelassen.

Diesen Sommer habe ich also mein Liteville 301 geschnappt, es in den Evoc Bike Travel Bag gepackt und bin nach Denver geflogen, um einen 1.600km Roadtrip zu den unterschiedlichen Regionen Colorados zu unternehmen. Zusammen gekommen sind dabei Eindrück von einem wahnsinnig schönen Land mit tollen und viel einsameren Trails, als wir es hier in Europa gewohnt sind.

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Schon bei den Vorbereitungen zu diesem Trip hat sich schnell heraus gestellt, dass sich die Art Mountainbiken in den USA von der in Europa unterscheidet. Wo sich ganz Europa mit dem schier endlosen Netzwerk teils Jahrhunderte alter Wanderwege mit dem Mountainbike erleben lässt, finden sich in Amerika alleine aufgrund der Größe des Landes, der erheblich niedrigeren Besiedlungsdichte und der kürzeren Geschichte ein erheblich dünneres Netz an Wander- und auch Forstwegen.

Als eine der Geburtsstätten des Mountainbike Sports bietet Colorado natürlich trotzdem genügend Möglichkeiten, um sich auf dem Bike ordentlich auszutoben. Auch stehen die Rocky Mountains als Berge den Alpen in nichts nach. Ich bin bis auf 3.800m mit dem Bike unterwegs gewesen, deutlich höher als ich seit langem in den Alpen mit dem Rad gekommen bin.

Als Ausgleich zu den fehlenden Wanderwegen haben die Mountainbiker in den USA sogenannten Trail Systeme angelegt. Dabei werden Trails zum Teil von Hand in die Berge gebaut, die explizit für Mountainbiker präpariert sind. Diese Trails sind zu mehr oder weniger großen Systemen verbunden und können häufig bergauf und bergab befahren werden.

18 Road Trails
18 Road Trails

Erster Stop war in Fruita, ganz im Westen von Colorado gelegen und fast schon in Utah. Die Landschaft ist hier nicht mehr alpin wie in den Rockies, sondern besteht aus einem von Bergen eingerahmten Wüstental. Die Hänge erinnern schon an die aus Bikevideos bekannten Ridges aus Utah. Da ich mir mit Juli die heißesten Zeit des Jahres ausgesucht hatte, hieß es früh morgens biken zu gehen, denn schon am Vormittag stiegen die Temperaturen auf deutlich über 30C!

Das bekannteste Trail System in der Gegen von Fruita und Grand Junction ist das 18 Road Trails System nördlich von Fruita. Nach einer kurzen Fahrt über die 18 Road gelangt man vom Parkplatz auf etliche toll präparierte Trails. Herausragend ist vor allem der Zippity Doo Da, der sich spektakulär über seitlich steil abfallende Ridges bis ins Tal zieht. Perfekter Flow!
Herausragend außerdem der neuere “PBR – Pumps, Barrels, Rollers”, der auch perfekt präpariert ist und wie ein kilometerlanger Pumptrack wirkt, auf dem sich ein Kicker, Anlieger und Drop an den anderen reiht.

Zippity Doo Da Trail
Zippity Doo Da Trail

Das zweite große Trailsystem ist das Kokopelli System, das auf einem Plateau entlang des Colorado Rivers angelegt ist. Eine große Schleife lässt sich hier mit verschiedenen kleineren Trails verbinden. Ich habe mich dazu entschieden früh morgens den Horsethief Bench Loop zu fahren, der eher technisch ist und immer wieder über steile Felsformationen gigantische Blicke auf den Colorado River zuließ. In Kombination mit der frühmorgendlichen Sonne und auf den Hängen heulenden Koyoten ein absolutes Gänsehaut Erlebnis.

Horsethief Bench
Horsethief Bench

Horsethief Bench
Horsethief Bench
– Der Einstieg in den Trail. Eine sehr schwierige Formation aus teils großen Felsen, Sicherlich komplett fahrbar, aber nicht für mich an diesem Morgen, so ganz alleine! http://www.youtube.com/watch?v=k93ohJdlXZk
Hier fährts einer, aber wie immer wird das Video der Realität nicht gerecht :)

Raiders Ridge Durango
Raiders Ridge Durango

Von Fruita ging es dann weiter in die “Bikehauptstadt” Durango. Hier haben sich nicht umsonst viele der MTB Helden der 90er Jahre niedergelassen. Nicht umsonst trägt einer der vielen innerhalb von Minuten zu erreichenden Trailsysteme den Namen der Bike Legende Ned Overend.

Durango ist ein unheimlich sympathisches, kleines Bergstädtchen, umgeben von Bergen, die mit Trailsystemen durchzogen sind. Ich war froh eine ganze Woche in Durango eingeplant zu haben, denn über der ganzen Stadt lag irgendwie ein Vibe, der mich eher an südkalifornische Surferstädtchen erinnert hat, als an ein alpines Bergdorf. Dazu beigetragen haben sicherlich die diversen Brauereien und Brewpubs der Stadt, die ich selbstverständlich alle besucht habe! Vom Bier her ganz klarer Sieger war Ska Brewing, die tollste Location (inkl. legendärem Yeti A.R.C. AS an der Decke) hatte Steamworks Brewing.

Yeti
Yeti A.R.C. AS

Die erste Runde auf dem Bike hat mich dann gleich in das größte Trailsystem Durangos geführt, dem Horse Gulch/Telegraph Hill System. Es ging hoch über dutzende Spitzkehren über den Skyline Trail und dann weiter über den technischen und sehr steinigen Raiders Ridge.

Colorado Trail Durango
Colorado Trail Durango

Am nächsten Morgen ging es über den Colorado Trail hinauf in die Berge über Durango. Wieder hieß es, sich über teils recht steile Trails den Berg hinauf zu arbeiten, um dann bergab Flow vom Feinsten genießen zu können. breite Forststraßen wie wir es in Europa in der Regel selbst in vermeintlich abgelegenen Gebieten gewohnt sind, gibt es in den USA kaum.

An den darauf folgenden Tagen bin ich noch den Sidewinder auf dem Telegraph Hill gefahren, eine sehr schnelle Abfahrt über bestens präparierten Trail, der sich in schier endlosen Kurven den Berg hinunter zieht, Wahnsinn! Außerdem habe ich noch den Ned Overend Park ein bisschen erforscht, der auch unter dem Namen “Test Track” bekannt ist. Hier finden sich richtig geile Abfahrten wie den “Star Wars” über steile und stark überhöhte Kurven, immer wieder unterbrochen durch Kicker… Total geil!

Trail 401 Crested Butte
Trail 401 Crested Butte

Die dritte Station war Crested Butte, mittem im alpinen Teil Colorados gelegen. Ein wunderschönes, kleines Örtchen mit vielen guten Lokalen und Bars. Hier ging es auf den Trail 401, der von 3.800, Höhe durch Wildblumenwiesen wieder zurück ins Tal führt. Ein Wahnsinns Erlebnis mit tollen Ausblicken und endlich mal eine längere Tour über Natur-Trails!

Trail 401
Trail 401

Mein letzter Halt hat mich dann nach Aspen, dem wohl bekanntesten und mondänsten Skiort Amerikas geführt. Hier sollte es eigentlich auf den Goverment Trail gehen, aber leider hat dort dann zum ersten Mal auf meinem Trip das Wetter nicht mehr mitgespielt und auch der letzte Versuch zu dem wahrscheinlich eh schon sehr matischgem Trail zu gelangen wurde von einem erneut durchziehendem Unwetter vereitelt. Aber halb so schlimm. Am Tresen der New Belgium Brewing Ranger Station in Snowmass Village ließ sich auch das ganz gut ertragen!

Abschließend noch ein kurzes Video, das ein paar Eindrücke aus Colorado vermittelt.

Der Trip war einfach wahnsinnig geil und ich fand es sehr interessant, mal das bekannte Terrain zu verlassen. Ich kann nur jedem Mountainbiker empfehlen, einfach mal was Neues zu probieren. Es muss ja nicht gleich ein Trip in die USA sein!

Topeak Shock ‘n Roll Pumpe Test

Anfang dieser Fahrradsaison dachte ich, dass ich es mir mal einfacher mache und meine gute alte Specialized Handpumpe durch ein fancy neues Modell ersetze. Die Wahl fiel auf die Topeak Shock ‘n Roll, da sie zum einen neben den Reifen auch Dämpfer und Luftgefederte Gabeln aufpumpen kann, sowie über ein Manometer verfügt.

Leider kann ich nach einigen Monaten Gebrauch der Pumpe nur eine 2 von 5 Sternen Bewertung geben, was vor allem an dem mangelhaften Schlauchanschluss liegt. Mit 286g ist sie außerdem kein Leichtgewicht, meine Specialized Pumpe plus Syntace Dämpferpumpe wiegen zusammen weniger und brauchen nicht so viel Platz.Allerdings macht die Topeak schon einen sehr hochwertigen und stabilen Eindruck.

Topeak  Shock n Roll

Aber zurück zu dem schlechten Anschluss, mit dem bei Topeak die Pumpe mit dem Reifen verbunden wird. Dieser besteht einfach aus einem Gegengewinde (für Presta- und Autoventile anpassbar), die auf das Ventil am Schlauch geschraubt wird. Problematisch ist hierbei, dass Prestaventile meist ein separat ausschraubbares Innenstück haben. Wird die Topeak Shock ‘n Roll nach dem aufpumpen abgeschraubt, kann die Dichtung in dem Anschluss dieses Innenteil (Valve Core) mit ausschrauben, die Luft entweicht dann natürlich sofort wieder und man hat erstmal das Problem, das kleine Bauteil wieder sicher im Ventil einzuschrauben und einen erneuten Versuch zu starten.

Extrem ärgerlich und anscheinend bei Topeak bekannt, auch deren andere Pumpen (auch Standpumpen!) arbeiten augenscheinlich mit der gleichen Technik Topeak empfiehlt den Innenteil des Ventils mit Schraubensicherung zu befestigen. Für mich ein Workaround um eine mangelhaft konstruierte Ventilbefestigung. Besser machen es hier andere Hersteller (wie Specialized), bei denen die Pumpe und der Schlauch mit dem bekannten Klappmechanismus verbunden. Das ganze baut wieder etwas größer, ist aber meiner Ansicht nach vorzuziehen.

Ansonsten funktioniert die Topeak Shock ‘n Roll Pumpe recht gut. Man muss evtl. ein wenig aufpassen, beim aufpumpen eines Schlauchs die Pumpe nicht in die “Dämpfer” Position zu verstellen. Leider verfügt die Pumpe nicht über ein System, das auch beim herausziehen der Pumpe einen Pumpvorgang durchführt. Aufgrund des Volumens ist aber ein Reifen relativ schnell gefüllt.

Von dem Manometer habe ich mir mehr praktische Hilfe erwartet. Meiner Meinung nach ist dieses Feature das auf dem Trail im Grunde nicht nötig.

Insgesamt rate ich von dem Kauf dieser Pumpe aufgrund des problematischen Schlauchanschlusses eher ab. Auch bei anderen Topeak Pumpen würde ich unbedingt schauen, ob sie das gleiche System benutzen.
Wer mit der Verbindung klar kommt und eine kombinierte Reifen-/Dämpferpumpe sucht, ist mit der sehr stabilen Topeak sicher gut bedient.

Shimano Ice-Tech vs. normale Beläge

Mit das Beste, was ich letztes Jahr an meinem Liteville 301 verändert habe war der Umbau von Avid auf Shimano XT Bremsen. Kein nerviges Schleifen mehr, das sich kaum abstellen lässt, keine festgebackenen Bremskolben mehr, keine fiese Bremsflüssigkeit und kein Entlüften mehr. Obendrein erscheint mir die Shimano Bremse auch noch besser zuzubeissen als die Avid Elixir CR…

Shimano verbaut in den XT, XTR, SLX, Saint und Zee Bremsen keramische Bremskolben. Ich vermute, dass sich diese weniger schnell festfressen als metallische Kolben.
Der Hauptgrund dürfte aber sein, dass die Keramik Kolben eine thermische Barriere zwischen den heiss laufenden Belägen und dem restlichen System darstellen. Das ist sinnvoll, weil sich sonst das Öl in den Bremssätteln und der Leitung sowie die Leitungen selbst erhitzen und dadurch der Druckpunkt der Bremse wandern kann.
Trotzdem muss die an den Bremsbelägen nicht unerhebliche Hitze abgeleitet werden. Zum einen nehmen die Bremsscheiben Hitze auf, zum anderen verbaut Shimano serienmässig an den genannten Bremsen Beläge mit dem Ice Tech System. Im Prinzip sind dies einfach kleine Kühlrippen aus Aluminium, die durch ihre große Oberfläche die Hitze von den Belägen in die Luft ableiten.

Diese Konstruktion scheint tatsächlich extrem gut zu funktionieren. Selbst auf heissen Downhill Ritten kann ich kein merkbares Fading feststellen. Die XT Bremse beisst immer herzhaft zu.

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Interesse halber habe ich nun aber mal Beläge ohne diese Ice Tech Kühlrippen installiert (Shimano G03Ti). Auf leichten Trails und sogar in Mittelgebirgs Bikeparks (Winterberg, Bischofmais, Samerberg) konnte ich keinen wirklichen Unterschied zu den teureren Ice Tech Modellen (Shimano FC03C) feststellen.
So lange die Bremsen nicht richtig heiss werden macht das wohl keinen großen Unterschied.

Sobald es aber auf lange, steile Abfahrten geht, setzt ohne Ice Tech schon bald deutliches Fading ein. Auf den ruppigen und langen Downhill Passagen bei der Trail Trophy in Latsch konnte ich hinterher die Bremsgriffe kaum noch genug anziehen und hatte dieses unangenehme Gefühl die Bremse gar nicht mal loslassen zu können, weil sie die höhere Geschwindigkeit gar nicht mehr einfangen könnte. So macht eine schlechtere Bremse beim Downhill langsamer!

Die G03 Beläge ohne Ice Tech wandern jetzt als Ersatz-Pads in den Rucksack, dafür sind sie auf Grund der kleineren Baugröße super geeignet.
Auf dem Rad befinden sich nun aber wieder die guten Sinter F03C Beläge mit Ice Tech und freuen sich schon darauf ab Ende der Woche in Übersee eingefahren zu werden. Doch dazu später mehr ;)

Mountainbike Guide La Palma

remotesnap000329Bei meinem Bikeurlaub im Januar habe ich etliche MTB Touren auf La Palma mit Hilfe zweier Bike Guides gefunden.

Ich hatte den “Mountainbikeguide La Palma” von Ralf Schanze und Siegmund Schüler und den “La Palma. Bike Guide: 19 Rad- und Mountainbike-Touren.” von Uwe Kahlfuß dabei, die sich wunderbar ergänzt haben.

Eher etwas abfahrtsorientiert gibt sich dabei der Mountainbikeguide La Palma, der aber auch nette Runden für Tourenfahrer enthält. Er enthält neben den Touren auch noch 5 reine Downhills an verschiedenen Orten rund um die Insel. Der “La Palma Bike Guide” richtet sich dagegen ausschliesslich an Tourenbiker. Diese werden aber in dem umfangreichen Tourenangebot fündig.

Persönlich würde ich empfehlen beide Guides mitzunehmen, da dies die weiteste Bandbreite an Touren bietet. Wenn es es nur einer sein soll, würde ich den Mountainbikeguide von Schanze/Schüler bevorzugen.

Zu beziehen sind beide Mountainbikeführer für La Palma bei Amazon:

Die Zukunft (und Gegenwart) rollt auf 29 Zoll

photoAuch 2013 setzen 29er Räder ihren Siegeszug im Mountainbike Sport fort. Im Marathonsport praktisch ausschließlich gefahren, zeigen die großen Räder nun, dass sie auch im Gravity und Enduro Bereich Stand der Technik und die Zukunft sind. Aaron Gwin gewinnt auf einem 29er Enduro den Seaotter Downhill, auf der Trail Trophy in Latsch fahren selbst kleine Fahrer (und Fahrerinnen!) mit 29ern auf die vordersten Plätze und selbst Urgestein-Marken wie Marin stellen die Entwicklung und Produktion von 26″ Rädern komplett ein.

Wärend in den USA schon die Überzahl der Mountainbiker auf 29ern unterwegs ist, setzt sich auch bei den Europäern anscheinend langsam die Einsicht durch, das die großen Laufrädern einfach besser rollen, mehr Fahrstabilität bieten und damit den Nachteil von (teils gefühlter) geringerer Wendigkeit wett machen. Es sind natürlich nur anekdotische Beobachtungen aber ich fahre häufig zusammen mit 29er Fahrern, die auch Bergab sowohl auf schnellen als auch technischen Trails nicht nur mir, sondern auch vermeintlich besser “motorisierten” 26er Fahrern davon fliegen… Auf der Trail Trophy ist mit aufgefallen, dass schon sicher 10-20% auf 29ern unterwegs waren. Letztes Jahr konnte man die großen Räder noch an einer Hand abzählen.

Ebenso setzt sich zum Glück die Erkentniss durch, dass 29er eben nicht “nur was für große Bikes” sind, sondern die Vorteile natürlich genauso für kleinere Rahmengrößen gelten, wobei natürlich nach unten eine gewisse Grenze gesetzt ist, weil bei sehr kleinen Rahmen die großen Räder einfach nicht mehr federn können und das Tretlager zu weit nach oben rutscht. Aber selbst kleine “Damenräder” fegen auf 29ern die Berge hinunter (hinauf sowieso).

Meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile der 29 Zoll Mountainbikes deutlich. Das bedeutet natürlich nicht, das bisherige 26er schlechter werden und sofort gegen 29er ausgetauscht werden sollten, aber wer sich ein neues Rad kauft und 29er gar nicht erst in Betracht zieht, macht einen Fehler.

SRAM X01

Screen Shot 2013-06-04 at 21.26.12SRAM gibt weiter Gas bei der Einführung des 1×11 Antriebs. Nachdem der SRAM XX1 Antrieb im Profibereich schon viel Anklang gefunden hat, legt SRAM nun mit der X01 Gruppe eine Preisklasse niedriger nach.

Niner Bikes stattet die Top Linie seine 2014er Bikes mit der X01 Gruppe von SRAM aus. Erwarten dürfte der Biker die gleiche Übersetzungsbreite von 22-34 Zähnen auf dem Kettenblatt und einem 11-42 auf dem Ritzel wie bei der XX1. Vermutlich fallen vor allem Kurbel und Ritzel etwas schwerer aus als bei der SRAm Topgruppe. Möglicherweise verzichtet SRAM aus Kostengründen auf eine aus einem einzelnen Alublock gefräster Kasette, die wie man hört, einen ordentlichen Batzen des recht hohen Preises ausmacht.

Erhältlich sein dürfte die SRAM X01 Gruppe allerfrühestens im Herbst 2013, vermutlich sollten sich interessierte Biker eher auf den Start der Saison 2014 einstellen.

Was halte ich von der Gruppe? Viel. Die XX1 hat sich schon bestens bewährt und wenn ich nicht auf die Shimano Antwort warten würde, führe ich längst mit dem überzeugend einfachen und belastbaren 1×11 Antrieb. Falls die Japaner aber bis Anfang nächsten Jahres keinen 1×11 oder gar 1×12 Antrieb nachlegen können, wird an meinem neuen Rad nächstes Jahr ein SRAM Antrieb laufen.

Rampi di Ledro Enduro Tour am Gardasee

Länge: 40.0 km
Höhenmeter: 1.600 m
Fahrzeit: 5:30 h

Eine meiner Lieblingstouren am Gardasee kombiniert eine ordentliche Auffahrt mit etwa 1.600hm mit zwei der tollsten Abfahrtstrails hoch über Riva. Die Auffahrt ist zwar recht Kräftezehrend, aber für halbwegs trainiert Biker kein Problem. Für die Abfahrtstrails ist eine gute Fahrtechnik von Vorteil.

Die Tour startet mit einer lockeren Auffahrt über die Ponale Straße, die der Biker rechts Richtung Ledro See verlässt. Der Weg schlängelt sich über einige kurze Rampen hoch zum See und biegt links in die Auffahrt Richtung Bocca dei Fortini ein. Hier geht es zum Teil ordentlich Steil den Berg hinauf, bis endlich der Weg mit Sicht auf den Lago erreicht ist. Es geht links weiter über einen breiten Forstweg und bald ist die Selbstversorger Hütte Baita Segala erreicht, wo ein Espresso zur Pause einlädt (bitte nicht den Obolus für die verbrauchten Lebensmittel und vielleicht ein kleines Extra vergessen).

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Weiter gehts bis zum Passo Rocchetta entweder meinem GPX Track folgend oder etwas früher links an einem Wiesengebiet hoch über den Monte Guil. Vom Rocchetta habe ich die rechte Abfahrt Richtung Malga Palaer gewählt. Alternativ kann man links den 422 nehme, der ist etwas länger und flowiger.
An der Malga Palaer gehts links der Forststrasse folgend bis zum Wieder-Einstieg in den unteren Teil des 422. Hier beginnt nun der Traillastige Teil der Tour. Durch etliche Spitzkehren, über Schotter und einige Felsabsätze arbeitet sich der Mountainbiker hinunter, um über Pregasina auf den Hauptweg zu stoßen.

Obligatorisch ist in Pregasina die Stärkung mit einer (kleinen!) Portion Spaghetti Ragout und Weißbier im Restaurant Panorama. Es geht dann über einen kleinen Weg direkt zur Madonna, wo der Biker auf die Ponale Straße trifft. Nun ist es wichtig immer die kleinen Wege zu treffen, die zwischen den Asphalt Serpentinen der Ponale Straße hindurch stechen.
Nach der letzten Querung der Ponale Straße geht es richtig los und der Ponale Trail (auch als “Con Trail” bezeichnet) zieht sich zum Teil schon recht steil und immer wieder über Felsabsätze bis hinunter zur Fahrstraße nach Riva. Hier auf gar keinen Fall vom Trail auf die Straße fahren, der Trail mündet im Zweifelsfall direkt vor dem Kühlergrill eines Reisebusses.
Den Abschluss der Tour bildet die leider nicht ganz so prickelnde Fahrt über die Fahrstraße nach Riva. Evtl. kann man für die Tunnel ein Rücklicht mitnehmen, aber sie sind eigentlich alle recht gut beleuchtet.

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Ein Video, das einen Eindruck vom Ponale Trail gibt:

Mehr Mountainbike Touren am Gardasee…

Shimano XT vs. SLX Kasette

Im Moment habe ich am 301 eine SLX 10-fach Kassette CS-HG81-10 installiert mit einem passenden SLX Shadow Schaltwerk installiert. Während die Schaltperformance Shimano-gemäß perfekt ist, fällt die Kassette mit einigen Details negativ auf.
Zum einen sind nur die drei größten Ritzel auf einem Alu Spider montiert, die übrigen Ritzel liegen direkt auf dem Naben-Freilauf auf und beißen dort jede einzeln tiefe Riefen in das Alu.
Leider habe ich von dem Freilauf kein gutes Foto gemacht, aber man sieht glaub ich, was ich meine.

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Solche Riefen sind normal, wenn die scharfkantigen Stahl-Ritzel auf das weiche Alu des Freilaufs treffen und beeinträchtigen die Funktion in der Regel nicht. Hier sind sie allerdings schon extrem ausgeprägt und die Ritzel waren nur extrem schwer von der Nabe zu trennen. Ich führe das auf die Konstruktion der SLX Kassette zurück.

Bei der XT Kassette hingegen sitzen nicht nur die 3 größten Ritzel auf einem schwarzen Alu Spider, sondern auch die nächsten 3, was den Druck auf die Nabe schon deutlich verringert. Auf diesem Foto sieht man sehr schön, was ich meine:

Ein weiteres Feature, das der SLX Kasette im Gegensatz zur XT fehlt sind kleine Fang-Bolzen auf dem größten Ritzel, die verhindern, dass die Kette zwischen Kassette und Speichen fallen kann. Fehlen diese, wirkt bei einer abgesprungenen Kette diese dort wie eine Säge und beschädigt sehr schnell die Speichen, was unweigerlich in einem Speichenriss endet.

Mein Fazit: Auch wenn die SLX als günstige Alternative auf technisch ähnlichem Niveau gehandelt wird wie die XT, gibt es doch Unterschiede. Zumindest bei der Kassette würde ich den 10er Aufpreis für eine XT Kassette auf jeden Fall auf den Tisch legen!

Achsbruch Hope Pro 2 Nabe

Rechtzeitig zum Vinschgau Trip am kommenden Wochenende wollte ich das 301er noch mal durchchecken.

Also Rad in den Montageständer gespannt, Hinterrad gelöst und gewundert wieso Laufrad und Kassette einzeln aus dem Rahmen plumpsen… Die Kasette hatte sich mitsamt dem Freilaufkörper von der Nabe getrennt.

Die Diagnose war schnell gestellt: Die Achse der Hope Pro 2 Nabe war genau an der Stelle gebrochen, wo sie sich zur Aufnahme des Freilaufkörpers verjüngt. Wie das passieren kann? Schwer zu sagen. Eigentlich sitzt diese Achse satt auf der X-12 Steckachse auf und hat nur gaz minimales Spiel.

Hope Pro 2 Nabe Achse gebrochen

Mit dem schon bestellten Ersatzteil sollte das Laufrad noch heute wieder flott gemacht werden, aber ein bisschen hat mich dieser Defekt an der ansonsten recht robusten Nabe doch enttäuscht.
Man muss dazu wissen, dass der Nachfolger diese Nabe, die Hope Pro 2 Evo genau diese Verjüngung an der Achse nicht aufweist, sondern eine durchgängige Materialstärke hat. Damit dürfte dieser Defekt nicht mehr auftreten.

Die Pro 2 Nabe lässt sich übrigens auf die neue Pro 2 Evo Achse umbauen, indem man eben diese Achse und einen Evo Freilaufkörper installiert. Ebenso braucht man die Evo Achse, wenn man eine Hope Pro 2 Nabe für den neuen SRAM XD Standard umbauen möchte, der im Moment nur bei der SRAM XX1 Gruppe zum Einsatz kommt.

Crash Replacement Garantie für Mountainbike Helme

Beim Kauf eines neuen Mountainbike Helms sollten natürlich an aller erster Stelle die Schutzwirkung, der gute Sitz und eine möglichst gute Belüftung stehen. Nicht zu unterschätzen ist jedoch auch die sogenannte “Crash Replacement Garantie”, die einige Hersteller geben, andere jedoch nicht.

Im Rahmen des Crash Replacement bekommt der Käufer einen neuen, vergünstigten Helm, wenn der alte bei einem Fahrradunfall zerstört wurde. In der Regel bieten die Hersteller einen 50% Rabatt an.

Ich habe mal versucht eine Liste von Mountainbike Helm Herstellern zusammenzutragen, die in Deutschland Crash Replacement anbieten. Achtung! In anderen Ländern kann dies von den Importeuren anders gehandhabt werden und die Konditionen können sich ändern!

Hersteller (bzw. deren Importeuere) von Fahrradhelmen, die 2013 Crash Replacement in Deutschland anbieten:

Solltet Ihr weitere Hersteller kennen, die Crash Replacement für ihre Helme anbieten ergänze ich diese Liste gerne.

Für mich ist dieses Angebot auf jeden Fall ein Grund mir einen passenden Helm von einem dieser Hersteller zu kaufen.