Mountainbike Reifen Continental Mountain King Protection II

Zum Start der letztjährigen Mountainbike Saison habe ich meine Räder nicht nur auf Notubes umgestellt, sondern statt Schwalbe Fat Albert mal Continental Mountain King Protection II (puh, was für ein Name 🙂 aufgezogen. Wie die Schwalbe habe ich dabei die 2.4er Größe gewählt. Die Contis werden in Deutschland hergestellt und setzen bei der Gummimischung auf die besonders griffige Black Chili Compound Mischung. Der Name “Protection” bezieht sich auf mehrere Lagen Gewebe, die unter dem Gummi Durchstiche von Dornen und spitzen Steinen verhindern sollen. Von mir wurde ein neuer Reifen mit genau 700g gewogen. Leider fehlt mir das Gewicht der vorher von mir gefahrenen Fat Alberts…

Direkt vom Start weg hat der Mountainking hervorragende Traktion gezeigt, die meiner Meinung nach über der des Fat Albert liegt. Bergan krallt sich das Profil an steilsten Stellen auch in loses Gestein und bergab klebt der Reifen scheinbar an Felsen und Geröll. Dazu rollt der Reifen auch bei niedrigem Luftdruck (unter 1.5 bar) unauffällig und mit keinem besonders großen Wiederstand. Gerade der tolle Grip hat mich absolut überzeugt und auch dieses Jahr ist ein frisches Set Continental Mountain King aufgezogen.

Der hohe Grip geht vermutlich auf das Black Chili Compound zurück und man muss dafür bei der Haltbarkeit kleine Abstriche machen. Bei meinem Einsatzgebiet haben die Reifen ca. 1500km lang gehalten. Bei einer etwas härteren Gummimischung sind sicher ein paar hundert km mehr drin. Allerdings sehe ich für mich keinen Grund auf deutlich bessere Traktion zu verzichten, um ein paar Euro zu sparen. Mit knapp 37€ im Mountainbike Versandhandel sind die Reifen nicht wirklich teurer als vergleichbare Produkte.

Eine andere Beobachtung, die ich zum Ende der Lebenszeit der Reifen gemacht habe war, dass das relativ niedrige Gewicht vermutlich durch eine recht dünne Gummischicht erkauft wird. Schon im Spätsommer war die Gummischicht an den Flanken teils abgerieben und die darunter gelegene Karkasse wurde sichtbar. Ist das schlimm? Vermutlich nicht. Ich glaube nicht, dass die äußere Gummischicht auf den Flanken der reifen unbedingt notwenig ist, da anders als auf der Lauffläche das Rad hier nicht drauf läuft. Wichtiger ist hier eine stabile Karkasse, die dem Reifen Form und Halt gibt und gegen seitliche Schläge schützt.
Ganz zum Ende wurde die Karkasse allerdings auch auf der Lauffläche sichtbar, und zwar dort, wo kleinere Teile des schon extrem zerfaserten Profils abgerissen waren. Dies nach einigen rauen Abfahrten über scharfkantiges Vulkangestein auf La Palma. Zu diesem Zeitpunkt waren die Reifen allerdings eh schon so weit runter, dass sie unbedingt getauscht werden mussten.

Auch in diesem Zustand haben sie allerdings niemals Durchstiche bekommen und stets die Luft perfekt gehalten (ohne Schlauch!). Was also anscheinend hervorragend funktioniert ist das als “Protection II” bezeichnete System aus Textillagen.

Continental Mountain King Protection II

Am Ende seiner Lebenszeit: Der Continental Mountain King Protection II zeigt seine Karkasse, funktioniert aber weiterhin Top!

Auf La Palma hatte ich auf dem Hinterrad außerdem einen Schwalbe Fat Albert 2.4 installiert, der auch etwa so weit abgefahren war wie der Mountain King am Vorderrad. Dieser zeigte allerdings gänzlich andere Verschleissspuren. Der Schwalbe zeigte nirgends seine Karkasse, vielmehr war rundherum das Gummi noch intakt. Dafür zeigten sich aber (nach entsprechender Fahrweise und nur ganz zum Ende seiner Lebenszeit) kleine Durchstiche, die sich beim Notubes System durch kleine, dunkle Punkte auf dem Reifen bemerkbar machen, wo die Notubes Milch die Stiche verschlossen hat. Die Luft gehalten hat allerdings auch der Schwalbe problemlos!

Schwalbe Fat Albert

Der Schwalbe Fat Albert hatte zum Ende seiner Lebenszeit Probleme mit Durchstichen

Insgesamt bin ich mit dem Mountain King mehr als zufrieden! Recht leicht, gigantischer Grip, hohe Qualität, keinerlei Pannen. Zu beachten ist, dass es auch einen Mountain King ohne “Protection” gibt, der zwar günstiger ist, aber auch auf das Black Chili Compound verzichten muss.

Im Vergleich besonders zu den Schwalbe Reifen gefällt mir außerdem, dass er nicht eiert. Fast alle meine Schwalbe Reifen haben irgendwelche “Unförmigkeiten”, was beim Laufen so aussieht, als hätte das Rad einen Schlag. Ich vermute, dass das beim fahren kein Problem ist, aber mich hat es immer genervt auf einen eiernden Vorderreifen zu schauen.

Der Schwalbe Fat Albert ist sicherlich auch ein guter Reifen, der seine Prioritäten allerdings anders setzt. Der von mir gefahrene basierte glaub ich außerdem noch nicht auf der neueren “Trail Start” Gummimischung!

One thought on “Mountainbike Reifen Continental Mountain King Protection II”

  1. Hi,

    ich fahre selbst den Schwalbe Nobby Nic Reifen und hab das gleiche Problem mit dem eiern. Es spielt zwar beim fahren keine Rolle aber irgendwie nervt es total. Werde beim nächsten mal auch mal einen anderen Reifen testen. Vielleicht auch mal den Conti.
    LG Stefan

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *