E-Bikes…

Vor ein paar Wochen ging es zum Ende des Sommers noch mal für zwei Wochen an den Gardasee und wenn meine Beobachtung stimmt dann fahren mittlerweile mehr Leute mit ihren E-Bikes auf den Strassen und Fahrradwegen umher als Mountainbiker in den Bergen.

Meiner Meinung nach sind E-Bikes eine andere Produktkategorie als Fahrräder. Prinzipiell eine gute Sache, die es Menschen, die nicht so mobil sind erlaubt am Fahrradverkehr teilzunehmen. Ältere Menschen oder Personen die nicht so fit sind können ein E-Bike problemlos für die Fahrt zum Einkaufen, auf die Arbeit oder wie vermutlich die meisten in der Freizeit benutzen. Aber selbst für fittere Menschen kann ein E-Bike die Fahrt zur Arbeit erleichtern und so unsere Strassen vom Autoverkehr entlasten. Wie sich das auf den Verkehr auf Fahrradwegen auswirkt lassen wir mal dahingestellt…

Was aber so gar keinen Sinn macht sind E-Mountainbikes. Auch die habe ich neben klassischen Trekkingrädern mit angeflanschtem Motor am Lago gesehen und das grundsätzlich in Situationen, in denen man entweder kein mit Fullsuspension aufgerüstetes Mountainbike braucht oder keinen Motor. Wieso “radelt” jemand mit Motorantrieb und sicherlich mehr als 140mm Federweg an der Vorder- und Hinterachse die Monte Baldo Strasse hoch, nur um dieselbe dann wieder abzufahren? Wieso lassen sich “E-Mountainbiker” den Berg hoch shuttlen, um dann den Skull runter zu fahren? Das macht keinen Sinn.

Nun könnte man sagen, dass ein E-Mountainbike ungeübten Radlern ermöglicht Höhen zu erklimmen, die für sie vorher nicht zu erreichen waren und dann über Trails abzufahren. Aber ich frage mich ob das sein muss und ob jemand, der keine 1000hm ohne Elektro-Doping erklimmen kann überhaupt genug Erfahrung und Power für Trailabfahrten hat.

Dann gibt es Leute die sagen, dass sie mit einem E-Mountainbike an einem Tag mehr Trails fahren können. Also zwei Mal die 1000hm erklimmen statt nur ein Mal aus eigener Kraft. Das ist meiner Meinung nach aber bestenfalls ein schlechter Kompromiss. Da fahr ich lieber ein Mal mit einem Mountainbike als mehrfach mit einem sackschweren E-Rad.

Und damit sind wir beim natürlich grundlegendem Problem der E-Bikes, dem Gewicht. Ein E-“Mountainbike” wiegt oberhalb der 22kg Marke. Etliche sogar 25kg. Braucht es solche halben Motorräder auf unseren Trails? Vielleicht kann man mit sowas ein paar glattgebügelte Wege hinabrollen aber richtiges mountainbiken Wohl kaum. Oder die Leute kommen auf die Idee mit ihren Playstation-Radln Trails aufzufahren, was natürlich extremes Konfliktpotential zwischen den Elektro-Bärchen und richtigen Mountainbikern bietet.

Also… Elektroräder sind klasse. In den bergen haben sie nichts verloren.

Neuer Mountain Bike Blog

So toll ich es finde, dass Ihr meinen kleinen Blog besucht kann ich euch den Mountainbike Blog meiner leiben Freundin Joana ans Herz legen. Als MTB Touren Guide wird sie in Zukunft sicher auch den ein oder anderen Insider Tip für die coolsten Trails in den Alpen rauslassen. Ansonsten erwartet Euch eine tolle Mischung aus Themen rund ums Radeln, den Bergen und Brotzeit-Pausen (das interessiert mich glaub ich am meisten ;).

Also, schaut doch auch mal beim Rumpeldipumpel Blog vorbei!

Gardasee – Ist und bleibt Bikespot No. 1

Gardasee Bikespot
Das Bikejahr 2014 neigt sich langsam den Ende entgegen und nachdem ich die vergangenen paar Tage mal wieder am Gardasee verbracht habe komme ich zum Schluss: Der Lago bleibt einfach Bikespot Nummer 1 in Europa, wenn nicht weltweit!

Hier passt alles: Eine endlose Auswahl an Touren jeglichen Schwierigkeitsgrades, genialste Trails, immer wieder den Atem raubende Ausblicke, südliches Flair, so etwas wie Nightlife… Da können andere Alpen-Regionen noch so neidisch ins Trentino schielen, so ein Package kann sonst niemand bieten (evtl. gibt es EINEN Bikespot, der dem nahe kommt, aber das werde ich im November herausfinden 😉

Die Trails rund um den Gardasee sind aber nicht nur von der Beschaffenheit genial und bieten sowohl für Downhiller, Flow-Fahrer und Technik-Freaks etwas, sondern haben die diesen Vorteil, dass sie alle super über Strassen oder zumindest gut fahrbare Waldwege zu erreichen sind. Außerdem ist mir mal aufgefallen, dass die allermeisten Trails und Touren von “ganz oben” bis fast ganz hinab an den See gehen und so maximales Fahrvergnügen bieten. Gerade in den höheren Alpen gibt es häufig den Effekt, dass geniale Trails unvermittelt auf breiten Wegen enden und dann wertvolle Tiefenmeter auf diesen Straßen vernichtet werden.

Also: Gardasee, Bikespot Nummero Uno! 🙂

Und hier ein kleines Video von dem meiner Meinung nach geilsten Trail am Lago, dem 601er vom Riffugio Altissimo bis hinab zum See!

Kampenwand Trail Feuerwerk

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Über dem Chiemsee erhebt sich die Kampenwand, die etliche Mountainbike Touren bereit hält. Neben dem bekannten (und recht langweiligem) Reitweg und dem etwas sinnlosen “Freeride” über die Skipisten möchte ich hier eine richtig tolle Trail Tour vorstellen, die extrem vielfältig ist und trotzdem für halbwegs geübte Biker durchgehende zu fahren sein sollte. Eine meiner absoluten Lieblingstouren im Chiemgau!

Wir starten auf dem Parkplatz vor der Kletterhalle in Bernau und folgen der Straße Richtung Hintergschwendt und dem folgenden Wanderparkplatz. Nun beginnt die Auffahrt zur Kampenwand, die zuerst weniger und später etwas knackig durch den Wald verläuft. Die letzten paar Meter zur Gorialm und dann weiter bis zur kurz darüber gelegenen Schlechtenbergalm sind zum Glück geteert, denn hier wird die Uphill-Leidensfähigkeit des Bikers auf die Probe gestellt.

Kampenwand Trail

Hinter der Schlechtenbergalm ist der Einstig in den ersten Teil des Trails. Wir folgen dem Suldentrail über Felsen- und Schotter-Flow entlang des Berges und erreichen bald den Wald, wo wir einem zuerst wuzeligem und bald mit Felsen versehenem Wanderweg nach Links folgen. Hier vorsicht und den gerade an schönen Tagen zahlreichen Wanderern besser Vortritt gewähren! Haben wir das Ende dieses tollen Trails erreicht, folgen wir kurz der Forststrasse und biegen bald nach links in ein kurzes Trailstück ein, kreuzen nochmals den Forstweg, um einem mit Steinen übersähtem Trail zu folgen. Auch dieses Stück ist sehr kurz und wir erreichen bald wieder einen Forstweg, dem wir nach Rechts etwas länger folgen.

Auf dem Gebiet der Maureralm biegen wir rechts auf die Wiese ab und rauschen den folgenden Forstweg hinab, ohne den bald folgenden Abzweig nach links in einen mit Steinen und Felsen übersähten Downhill-Trail zu verpassen! Nach ordentlichem Gerüttel wird der Trail bald flowig und endet an einem weiteren Forstweg, dem wir links folgen. Wir verlassen den Forstweg nach Rechts und kommen zuerst an einer Forellenzucht und dann an einem Wirsthaus vorbei.

Kampenwand Trail Zehnkampf

Direkt hinter dem Wirtshaus steigen wir wieder in den Weg nach Links ein, der sich bald verengt und als toller Wurzeltrail den Berg hinab geht. Bald wird der Weg total flowig und lädt zum Vollgas-Ballern ein. Vorsicht, am Ende befindet sich ein in der Regel geschlossenes Tor.

Hier endet die vielfältige Tour und wir rollen über die Straße zurück zum Ausgangspunkt.

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Der Schafkopf Trail über Farchant

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Als kleiner Trailhappen für eine Feierabend- oder Sunrise Mountainbike Tour bietet sich von München aus der Schafkopf Trail an. Die Tour startet und beginnt in Farchant und führt zuerst über die Auffahrt in Richtung Enningalm, um dann aber rechts in Richtung Reschberg und Schafkopf abzubiegen.

Wer den knackigen Anstieg auf dem Forstweg geschafft hat, fährt nun immer weiter über einen Trail entlang des Bergrückens bis vor zum Schafkopf. Dabei gilt es immer wieder kleine Gegenanstiege zu bewältigen.

Schafkopf Trail MTB

Nachdem wir die Aussicht vom Schafkopf auf Farchant und Partenkirchen genossen haben geht es ein paar Meter zurück auf dem Pfad, und dann links hinab in einen sehr ausgesetzten Spitzkehrenwahnsinn, der bald in den Wald eintaucht und sich hier zu einem steilen und holperigen, mit Steinen durchsetztem Wanderweg wandelt.

Dieser erste Abschnitt endet auf einem Waldweg, dem wir für knapp 100m bergab folgen, um dann linkerhand in den Trail einzusteigen. Hier wird die Abfahrt deutlich flowiger, immer wieder unterbrochen durch Spitzkehren.

Ist der nächste Forstweg erreicht, folgen wir diesem für gut 200 Meter bergab und steigen dann nach Links wieder in den Wanderweg ein, der jetzt wirklich Volle-Pulle-Flow erlaubt, wo dies mit Rücksicht auf Wanderer möglich ist!

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Hirschberg Trail – Die knackige Variante

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Der Winter geht zu Ende, die Münchner Biker ruft es in Tegernseer Tal! Über Kreuth thront der Hirschberg, von dem ein toller Trail über kleine Wanderwege hinab führt. Die hier beschriebene Variante nimmt nicht die längere Auffahrt, sonder die steilere.

Hirschberg Trail

Nach kurzer Einrollphase vom Start geht es gleich an einem Bach steil rechts bergan über einen Wanderweg bis zur Duslaualm, wo wir endlich wieder auf eine Forstautobahn abbiegen, der wir immer weiter bis hinauf zur Weidbergalm folgen.

Hirschberg

Hier beginnt nun auch gleich die Abfahrt über den Trail, der leider häufig recht feucht bis batzig ist. Der Trail schlängelt sich meist super flowig den Berg hinab. Auch wenn hier viel Geschwindigkeit möglich wäre, gilt es auf dem bei Wanderern äußerst beliebten Route jedoch immer bremsbereit zu sein!
Wir kreuzen noch zwei Mal kurz unsere Auffahrtsroute und fliegen dann wieder zurück zum Ausgangspunkt.

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La Palma Mountainbike: Lavasurf Tour am Llano del Jable

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Auch dieses Jahr ging es im Winter wieder auf die Isla Bonita, La Palma. Dieses mal gab es eine Woche geguidete Touren mit Magic Bike La Palma (absolut zu empfehlen!)

Als erste Einrollrunde haben wir eine Auffahrt über Forstwege und durch Lavafelder hinauf zum Aussichtspunkt Llano del Jable unter die Räder genommen. Bergab ging es dann zuerst durch die ersten für La Palma so typischen Felder mit Lavasand und dann weiter über den Marathon Trail durch den Wald bis hinab nach El Paso.

Nach einer nicht zu langen Auffahrt queren wir kurz nach km 10 meines Tracks ein Lavafeld, und durchqueren eine Abbruchkante und den alten Lavastrom. Von hier geht es über Forstwege hinauf bis zum Aussichtspunkt Llano del Jable.

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Kurz ein paar Meter zurück gerollt biegen wir rechts in die Lavafelder ein. Wichtig: Hier niemals abseits der Wege fahren, aus Rücksicht vor der zarten Natur auf diesem unwirtlichen Gelände und auch vor der eigenen Brieftasche, das ist nämlich nicht billig, wenn man erwischt wird!

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Wir stoßen nun wieder auf den Weg, über den wir auch hinauf gekommen sind und folgen bald weiter durch die Lavafelder hinunter in Richtung “Marathon Trail”, der aber so gar nichts mit einer Crosscountry-Marathonstrecke zu tun hat, sondern ein von Locals in den Wals gebauter Abfahrtstrail ist. Immer wieder laden hier gebaute und natürliche Obstacles zu lustigen Sprüngen ein.

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Die Abfahrt endet bei El Paso und dann heisst es leider Tiefenmeter auf der Asphaltstrasse nach Los LLanos zu vernichten, hier gibt es wohl noch keine wirklich gute Trail-Alternative.

Den erfolgreichen Einrolltag kann man am besten bei Barraquito und ein paar Bier auf der Plaza in Los Llanos ausklingen lassen.

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Farrenpoint MTB Tour

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Dieses Jahr haben wir tatsächlich mal großes Glück mit einem frühen Frühlingsstart, der die Temperaturen schon Anfang März Biketour-tauglich gestaltet.

Farrenpoint MTB Tour

Die Tour um den basiert glaube ich auf einer alten Moser Tour. Wir sind in Großholzhausen gestartet, allerdings ist es evtl. sinnvoller am Ende des Trails zu parken, wenn man nicht hinterher noch die 5 km zurück zum Auto radeln möchte.

Die Tour Richtung Farrenpoint ist teils recht steil und leider habe ich keinen Trail gefunden, der von ganz oben hinab führt. Es werden also leider etliche Tiefenmeter auf einer steilen Forststraße vernichtet, bis wir linkerhand bei km 11,8 meines Tracks auf einen Trail (immer dem roten Punkt Richtung Feilnbach folgen) stoßen, der die ganze Auffahrt dann doch wert macht.

Die Tour ist ein toller, kleiner Frühjahrs-Snack. Der Trail wird allerdings bergauf an schönen Tagen von vielen Wanderern genutzt, also bitte aufpassen, bzw. an Feiertagen o.ä. eher meiden.

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46mm oder 51mm Offset an 29er Gabeln

Aktueller Gabel-Bestseller der 29er Federgabeln für Trailbikes ist sicherlich die RockShox Pike, und das mit vollem Recht. Biker, die sich für ihr 29er Mountainbike eine aktuelle 2014 Pike kaufen wollen stoßen allerdings auf zwei verschiedene Versionen der Gabel. Zu kaufen gibt es die RockShox Pike mit einem 46mm oder 51mm so genanntem “Offset”.

RockShox Pike 46mm 51mm Offset
Der Offset gibt an, wie weit vor der Steuerachse die Radachse angebracht ist. Ein Blick auf meine hervorragende Zeichnung zeigt, was gemeint ist.

Wie unterscheidet sich der 46mm zu dem 51mm nun?
In der vergangenen Jahren haben die meisten Mountainbikes immer flachere Lenkwinkel bekommen, um schnelle Kurven geschmeidig fahren zu können. Durch den flacheren Lenkwinkel tendiert das Vorderrad aber zu unruhigerem Lauf, vor allem bei niedrigem Tempo. Dieser Effekt wirkt sich bei 29er Rädern noch mehr aus als bei 26ern. Ein größerer offset wirkt dieser Tendenz entgegen, das Vorderrad lässt sich agiler einlenken.

Mit dem 51mm Offset sollen sich 29er Mountainbikes weniger “staksig” fahren und mehr wie 26er anfühlen. Dies geht allerdings auf Kosten eines (noch) längeren Radstandes. Die 46mm Offset Gabeln dürften sich daher in engen Spitzkehren ein wenig besser handlen lassen und man bekommt mehr Gewicht auf das Vorderrad, was ebenfalls wieder dem Handling zugute kommt.

RockShox Pike 46mm 51mm Offset

Insgesamt darf man nicht vergessen, dass sich beide Versionen um nur 5mm unterscheiden und sich vermutlich nicht drastisch unterscheiden. Ich selbst bin mir nicht sicher, ob ich die beiden Versionen wirklich an der unterschiedlichen Fahrdynamik erkennen könnte.

Persönlich würde ich als Faustregel hernehmen: Wenn man wirklich das letzte mm auf extrem engen Spitzkehren herausholen möchte, greift man zur 46mm Version der RockShox Pike, ansonsten ist man mit der 51mm sicherlich gut bedient.